Beteiligung in Milliardenhöhe für Allianz-Aktionäre

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.02.2017

Aktionäre von Europas größtem Versicherer erwartet wohl ein wahrer Geldsegen. Der Vorstandschef der Allianz konnte am Freitag eine Jahresbilanz mit 6,9 Milliarden Euro Überschuss präsentieren. Oliver Bärte und sein Versicherungskonzern stellten den Aktionären mit steigenden Dividenden und einem erstmaligen, milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm ein großes Stück vom Kuchen in Aussicht. Sowohl die Profitabilität als auch die Ausschüttungen übersteigen die Einschätzung vieler Branchenexperten.

Als Oliver Bäte am Freitag die Jahresbilanz der Allianz präsentiert, übersteigen die Ergebnisse bisherige Einschätzungen. Mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Euro stellte Europas größter Versicherer nicht nur ein überraschendes Ergebnis vor, sondern seinen Aktionären auch reichlich Beteiligung in Aussicht. Der Anstieg der Dividenden dürfte dabei weniger überraschen als das erstmalig geplante Aktienrückkaufprogramm in Höhe von drei Milliarden Euro.

Erfolg und Rückkauf des Versicherers

Analysten hatten zuletzt mit einem operativen Ergebnis von 10,7 Milliarden Euro gerechnet und auch die Allianz versprach bis zu elf Milliarden Euro. Am Freitag konnte der Versicherungskonzern einen Ertrag von 10,8 Milliarden Euro und einen um vier Prozent gestiegenen Jahresüberschuss präsentieren. Angesichts der Höhe von 6,9 Milliarden Euro bietet die Allianz nun auch den Aktionären einen Teil des Profits. Die Dividende stieg von 7,3 Euro auf 7,6 Euro und damit über die Erwartungen der Analysten. Trotz Äußerungen des Allianz-Chefs, er stünde Aktienrückkäufen eher negativ gegenüber, gab der Konzern das Programm bekannt. Das Volumen des über zwölf Monate angelegten Plans beträgt bis zu drei Milliarden Euro. Im Jahre 2014 hatte die Allianz diesen Betrag noch für den Kauf von Firmen zurückgelegt, bisher jedoch noch keine Investitionen getätigt. Damit greift nun erstmals die gesetzte Regelung, dass in diesem Fall das Geld an die Aktionäre geht. Drei Milliarden Euro entsprechen etwa gut vier Prozent des Börsenwerts, zu dessen aktuellem Kurs die Allianz mehr als 17 Millionen eigene Aktien aufkaufen würde.

Fader Beigeschmack bei der Allianz

Bei den Anlegern des Versicherungskonzerns dürfte der Aktienrückkauf für große Freude sorgen. Der Schritt offenbart angesichts der gescheiterten Übernahmepläne jedoch auch eine Schwäche der Allianz. Oliver Bäte hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass ihm ein Zukauf weitaus lieber gewesen wäre als der Rückkauf in Milliardenhöhe. Zuletzt trug sich Bäte mit dem Gedanken an den italienischen Versicherer Generali, aber auch an der australischen QBE Insurance. Ganz vom Tisch sind Übernahmen mit der Auszahlung jedoch nicht: Allein die Krisenkasse der Allianz soll sich auf rund neun Milliarden Euro belaufen. Bei den Investoren dürfte der Konzern sich mit dem derzeitigen Geldsegen in eine gute Ausgangslage gebracht haben.

Quelle: Handelsblatt.de, boerse.ard.de

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