Betriebskostenspiegel: Gesunkene Nebenkosten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 28.08.2016

Der Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jährlich erstellt, zeigt für das Jahr 2014 gesunkene Nebenkosten an. Ursache sind unter anderem die niedrigeren Energiepreise für Heizöl und Fernwärme. Allerdings zeigen sich im Vergleich auch deutliche regionale Unterschiede.

Der Deutsche Mieterbund hat seinen Betriebskostenspiegel für das Jahr 2014 vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sich die Mieter über gesunkene Nebenkosten freuen. Im Schnitt zahlen Bundesbürger als Mieter 2,17 Euro pro Quadratmeter und Monat. Damit wurden die Nebenkosten erstmals seit längerer Zeit wieder günstiger.

Gesunkene Energiepreise sorgten 2014 für geringere Nebenkosten

Zurückzuführen ist der Rückgang unter anderem auf gesunkene Energiepreise für Heizöl (8 Prozent günstiger als 2013) und Fernwärme (1,3 Prozent günstiger). Der Preis für Gas ist 2014 nahezu unverändert geblieben. Durch die wärmeren Wintermonate war vielfach aber auch insgesamt ein geringerer Energieverbrauch zu verzeichnen, der Auswirkungen auf den Betriebskostenspiegel hat. Für Heizung und Warmwasser zahlten die Mieter in Deutschland im Durchschnitt 8 Prozent weniger als 2013. Rund 64 Prozent der gesamten Betriebskosten entfallen auf diesen Bereich. Für 2015 gibt der Mieterbund bereits als Ausblick, dass Verbraucher sich nicht auf böse Überraschungen einstellen müssen: Durch die im vergangenen Jahr noch einmal deutlich gesunkenen Energiepreise für Heizöl, Fernwärme und Gas ist mit niedrigeren Heizkosten im Vergleich zu 2014 zu rechnen.

Regionale Unterschiede im Betriebskostenspiegel

Der Mieterbund weist aber auch darauf hin, dass deutliche regionale Unterschiede bestehen: Während in östlichen Bundesländern die Kosten für Warmwasser, Heizung und Wasserversorgung höher sind, müssen Mieter in den westlichen Bundesländern mit höheren Ausgaben für Grundsteuer, Müllbeseitigung, Versicherungen und Dienstleistungen wie Gartenpflege oder den Hausmeisterservice rechnen. Außerdem spielen klimatische Einflüsse und der energetische Zustand der Wohnungen eine Rolle für die Höhe der Energiekosten. Insgesamt kommen Westdeutsche im Betriebskostenspiegel etwas günstiger weg: Sie zahlen durchschnittlich 2,14 Euro pro Quadratmeter und Monat, in Ostdeutschland sind es durchschnittlich 2,27 Euro.

Quelle: Deutscher Mieterbund

Aktuelle Finanznews

Stärkstes Wirtschaftswachstum seit einem Jahr
Stärkstes Wirtschaftswachstum seit einem Jahr
Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Erfolgskurs und startete schwungvoll ins Jahr 2017. Angetrieben von steigenden Unternehmensinvestitionen, einem verbesserten Außenhandel, dem Bauboom und einem...
Nullzinspolitik: 436 Milliarden Euro Zinseinbußen für Sparer
Nullzinspolitik: 436 Milliarden Euro Zinseinbußen für Sparer
Die Europäischen Zentralbank hat den zentralen Zinssatz mit null Prozent auf einen historischen Tiefstwert gesenkt. Diese Zinspolitik kommt deutsche Sparer einer aktuellen Rechnung nach teuer zu stehen....
Griechenland: Parlament für neues Sparpaket
Griechenland: Parlament für neues Sparpaket
Es ist eine Entscheidung, die von heftigen Protesten begleitet wurde: Griechenland will die Forderungen seiner Geldgeber erfüllen. Das dafür nötige Sparprogramm umfasst eine Kürzung der Renten und höhere...

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und Amazon-Gutschein gewinnen!