BGH-Urteil zu Bankgebühren stärkt Verbraucherseite

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 06.02.2015

Ein neues BGH-Urteil bringt etwas Klarheit in die Regelung der Bankgebühren. Insgesamt wurde die Position der Kunden zwar gestärkt, eine grundlegende Entscheidung ist allerdings ausgeblieben. Experten hatten sich von der Entscheidung mehr erhofft: Seit 2009 gibt es beim Thema Bankkosten immer noch Unsicherheiten.

Mit einer aktuellen Entscheidung hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Rechte der Verbraucher gestärkt: Die fehlerhafte Ausführung eines Zahlungsauftrages darf dem Kunden nicht in Rechnung gestellt werden, berichtet „RP-Online“. Das BGH-Urteil bezog sich auf einen konkreten Fall aus Bayern. Ein dort ansässiges Kreditinstitut verlangte für jeden Buchungsposten 0,35 Euro.

Hintergrund und Details zum BGH-Urteil

Diese Bankgebühr wurde auch bei einem von der Bank nicht korrekt ausgeführten Auftrag erhoben und die Schutzgemeinschaft für Bankkunden (SfB) klagte. In den Vorinstanzen hatte noch das Kreditinstitut Recht bekommen. Der Streit weitete sich zu einer grundsätzlichen Diskussion aus, ob Banken am Schalter überhaupt Gebühren erheben dürfen. Zum Thema Extragebühren kommentiert der Bremer Anwalt Nils Andersson-Lindström bei „RP-Online“: „Nach der bisherigen Rechtsprechung dürfen Kreditinstitute für Bareinzahlung oder Barabhebung am Schalter kein Sonderentgelt erheben, wenn es um das eigene Konto des Kunden ging.“ Mindestens fünf Buchungen müssen demnach für Verbraucher kostenfrei sein. Seit Einführung eines neuen Zahlungsrechts im Jahr 2009 ist die Lage aber nicht mehr eindeutig.

Mit einem günstigen Girokonto Bankgebühren sparen

Im Allgemeinen sollten Kunden immer auf die versteckten Kosten achten und sich für die günstigste Variante eines Girokontos entscheiden. Welche Bank das beste Angebot bereithält, ist allerdings je nach Kundenansprüchen unterschiedlich und beispielsweise abhängig davon, ob das Konto mehr im Plus oder im Minus ist. Da sich der Markt ständig entwickelt, können sich ein Vergleich und ein anschließender Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut jederzeit lohnen.

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