BIP im Boom: Deutsche Wirtschaft zieht an

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.02.2017

Deutschlands Wirtschaft legt weiter zu: Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal konnte das Bruttoinlandsprodukt Ende 2016 nochmals anziehen. Das Statistische Bundesamt verzeichnete zwischen Oktober und Dezember eine Steigerung von 0,4 Prozent. Aufwendungen aus öffentlicher Hand, Bauboom und erhöhte Ausgaben der Verbraucher förderten die Entwicklung. Ökonomen hatten jedoch einen stärkeren Anstieg erwartet und rechnen 2017 mit Dämpfern durch Trump und Brexit sowie inflationsbedingt sinkender Kauflust.

Ende 2016 hat die deutsche Wirtschaft wieder kräftig angezogen. Stärkerer Konsum, Bauboom und öffentliche Ausgaben ließen das Bruttoinlandsprodukt zwischen Oktober und Dezember wachsen. Das Statistische Bundesamt gab eine Steigerung von 0,4 Prozent bekannt. Experten hatten im letzten Quartal eine stärkere Entwicklung erwartet und auch die Prognosen für 2017 dämpften die Erwartungen. Die steigende Inflation könnten Konsumenten in ihren Ausgaben bremsen und Brexit sowie Trump negativ auf die Exportwirtschaft wirken.

Die Wirtschaft im Aufschwung

Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal, das mit 0,1 Prozent zu Buche schlug, hielt das Jahresende ein starkes Wirtschaftswachstum bereit. Insgesamt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt 2016 um 1,9 Prozent und damit so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Als Gründe für den Aufschwung gelten zum einen die Staatsausgaben, die zum Beispiel durch die Flüchtlingsunterbringung anstiegen. Zudem fiel auch die Kauflust der Deutschen dank geringer Inflation und Niedrigzins samt Sparunmut hoch aus. Nicht zuletzt trug auch der Immobilienboom zur Entwicklung bei.

Mögliche Entwicklungen für 2017

Obwohl die Exporte zum dritten Jahr in Folge Rekorde erzielten, hemmten mehr Importe als Ausfuhren die Entwicklung in der größten Volkswirtschaft Europas. Risiken sehen Ökonomen für 2017 zudem im Abschottungskurs Trumps. Seine Politik steht im Begriff, den Freihandel sowie die deutschen Exporte weiter zu belasten. Auch die Wirkungen des Brexit sind noch nicht einzuschätzen.

Dennoch zeigen sich Experten im Hinblick auf die Entwicklung des laufenden Jahres weitestgehend optimistisch. Das Auftragsgeschäft der Industrie verweist auf einen kommenden Aufschwung und auch Beschäftigungszahl sowie Löhne ziehen an. Trotz Teuerung von inzwischen knapp zwei Prozent und höherer Energiepreise rechnen sie deshalb weiterhin mit kauffreudigen Haushalten, auch wenn diese 2017 nicht ganz so konsumstark wie im Vorjahr ausfallen dürften.

Quelle: Handelsblatt, Spiegel

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