Bitcoin: Einsturz nach Rekordhoch und mögliches Verbot

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.12.2017

Kaum ein anderes Finanzprodukt ist im Jahr 2017 so häufig thematisiert worden wie der Bitcoin. Kein Wunder, konnte die digitale Währung doch im laufenden Jahr um weit mehr als 1.000 Prozent an Wert gewinnen. Doch diese Entwicklung verlief alles andere als konstant. Immer wieder kam und kommt es zu heftigen Kurseinbrüchen. Weil mittlerweile eine enorme Spekulationsblase im Markt existiere, fordert der US-Ökonom und Nobelpreisträger Stiglitz jetzt sogar ein Verbot.

Noch vor einer Woche notierte der Bitcoin bei rund 8.000 US-Dollar, am gestrigen Donnerstag nahm die Digitalwährung Kurs auf die Marke von 12.000 US-Dollar. Dabei kam es allerdings zu einem sogenannten „Flash-Crash“. Binnen Sekunden rutschte der Preis für einen Bitcoin von knapp 11.500 US-Dollar auf rund 9.000 US-Dollar ab. Aufgrund dieser enormen Schwankungen und einer möglichen Spekulationsblase warnen immer mehr Wirtschaftsexperten vor Investments.

Ungeahnte Kurssprünge in 2017

DAX, Dow Jones und Euro Stoxx haben definitiv ein gutes Jahr hinter sich. Doch die Kurssteigerungen der großen Leitindizes von zehn bis 15 Prozentpunkten sind nichts im Vergleich zur Entwicklung, die der Bitcoin genommen hat. Mehr als verzehnfacht haben sich die Preise seit Jahresanfang, die für eine einzelne Währungseinheit bezahlt werden müssen. Längst hat der Kurs die „magische“ Schallmauer von 10.000 US-Dollar gebrochen. Doch anders als bei DAX und Dow Jones verlief die Entwicklung alles andere als konstant, sondern enorm volatil.

So verlor der Bitcoin am gestrigen Mittwoch innerhalb von Minuten ganze 2.000 US-Dollar an Wert. Auch in den letzten Wochen brachen die Kurse regelmäßig um 20 bis 30 Prozent an einem einzigen Handelstag ein. Selbst während der Finanzkrise 2008 rutschte der DAX-Kurs innerhalb von 24 Stunden maximal um 7,16 Prozent ab. Doch nicht nur aufgrund dieser Volatilität raten immer mehr Analysten von Investitionen in den Bitcoin ab. So ließ der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz verlauten: „Bitcoin erfüllt keine gesellschaftliche Funktion. Es ist eine Blase.”

Kommt ein Verbot?

Stiglitz gilt als einer der führenden Ökonomen der USA, dessen Wort Gewicht hat. Im Interview mit Bloomberg setzte sich der Professor und ehemalige Chefökonom der Weltbank jetzt sogar für ein Verbot des Bitcoins ein: „Bitcoin ist nur aufgrund seines Potenzials zur Umgehung und der mangelnden Aufsicht so erfolgreich. Daher denke ich, dass man es verbieten sollte.“ Bisher gibt es von staatlicher Seite allerdings noch keine Stellungnahme zu einem Ende des Bitcoins, auch wenn die Notenbanken aller Wirtschaftsnationen die Entwicklung der Kryptowährung betrachten dürften.

Quellen: Wikipedia, Cash-Online, Spiegel Online

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