Zahlung per Bluecode: Konkurrenz für Apple Pay und Co.?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.11.2018

Mit Bluecode drängt neben Google Pay und Apple Pay ein weiteres, kontaktloses Bezahlsystem auf den Markt. Das aus Österreich stammende Konzept steht seit 2015 in den Startlöchern. Nun hält es auch in Deutschland bei den ersten Handelspartnern Einzug.

Zahlreiche Banken-Apps hatten ihren Startschuss bereits vor wenigen Monaten, auch Google Pay ist mittlerweile ein beliebtes Zahlungssystem in Deutschland. Da in Kürze außerdem Apple Pay den Markt erweitert, drängt die Zeit für die Einführung von Bluecode. Allerdings bietet das Bezahlsystem Vorteile gegenüber ähnlichen Modellen.

Zahlung ohne Kreditkarte und NFC

Bluecode ist eine App, die von verschiedenen Smartphone-Nutzern angewendet werden kann. Sie bedingt keine Hinterlegung von Kreditkartendaten und funktioniert über einen Strichcode. Dieser sorgt für den schnellen und für andere Kunden unsichtbaren Datenaustausch zwischen dem Smartphone und der Kasse. Die Funkverbindung NFC, die von Apple auf das eigene Zahlungssystem Apple Pay begrenzt wurde, ist bei Bluecode außen vor. Dadurch wird die App auch für iPhone-Besitzer zu einer attraktiven Alternative zum „hauseigenen“ Apple Pay.

Investoren und prominente Kooperationspartner kurbeln den Erfolg von Bluecode an. In 85 Prozent aller Supermärkte Österreichs ist die App bereits einsetzbar. Dazu gehören die prominenten Märkte Billa, Spar, Globus und Merkur. In Deutschland ziehen die 46 Niederlassungen von Globus bereits nach. Warum die App in Zeiten von Google Pay, Girogo, Apple Pay und Co. überhaupt eine Chance hat? Das erklärt sich Olaf Schomaker, Geschäftsführer von Globus, so: Er bezeichnet Bluecode als effizienteres Zahlungssystem für die Kunden, das auch mit Programmen mit klarem Mehrwert verknüpft werden kann.

Banken vertrauen auf österreichische Bluecode-App

Auch 100 Banken aus Österreich und Deutschland unterstützen Bluecode bereits; darunter die österreichischen Raiffeisenbanken und deutschen Sparkassen. Doch auch ohne direkte Einbindung in das genutzte Finanzinstitut kann ein Kunde auf Bluecode zugreifen. Die Abbuchung erfolgt dann nicht direkt vom Konto, sondern wird im Nachhinein per Lastschrift eingezogen.

Die Idee für Bluecode stammt von Michael Suitner, der 2013 bei einem Start-Up-Pitch auf Christian Pirkner traf. Dieser entwickelte ab 2015 die Idee gemeinsam mit Suitner und elf privaten Investoren weiter. Während Suitner für operative Dinge verantwortlich ist, zeigt sich Pirkner im Marketing für Bluecode aktiv. Und das, wie sich bisher zeigt, erfolgreich.

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