Mythen und Vorurteile über die Börse - und was dran ist

Zuletzt aktualisiert am 03.07.2019

Wenn es um die Börse geht, halten sich viele Mythen hartnäckig. Doch verhindern genau diese Vorurteile oftmals, dass Anleger sich für den Aktienkauf entscheiden und ihnen somit möglicherweise ein hoher Gewinn entgeht.

Der Aktienkauf bedingt kein riesiges Vermögen, wie aktuelle Werte der ING Bank zeigen. Auch ist der durchschnittliche Investor kein Zockertyp. Weiterhin muss man für die Anlage kein Experte sein.

Die Börse muss nicht risikoreich sein

Der typische Aktieninvestor ist über 50 Jahre alt, verfügt über 30.000 Euro Depotvolumen und entscheidet sich für durchschnittlich 8,6 Handel pro Jahr. Das zeigt unter anderem eine Studie der ING Bank aus dem Jahr 2017. Diese Zahlen räumen schon mit den folgenden Vorurteilen auf: „An der Börse befinden sich nur leichtsinnige Zocker mit enormem Vermögen und häufigen Aktienhandeln für den kurzfristigen Gewinn“.

Eines der Vorurteile hält sich besonders hartnäckig; dass an der Börse ein hohes Risiko eingegangen werden muss. Doch gilt das hauptsächlich für kurzfristige Investitionen. Wer sich hingegen eine langfristige Rendite erhofft, wird für die Geduld meist belohnt. Der tägliche Handel mit Aktien, die nur einige Minuten gehalten werden, sind an der Börse kaum vertreten. Auf lange Sicht in Aktien zu investieren, ist häufiger der Fall – und je nach Aktienkauf und Risikostreuung auch eine Variante für sichere Anleger.

Aktien für wenig Geld

Außerdem muss kein Vermögen investiert werden, um überhaupt zu profitieren, wie die zweite Zahl der Statistik zeigt. 30.000 Euro im Depot ist nicht so viel, als dass „Kleinanleger“ von einer Investition abgeschreckt sein müssten. Auch wenige Euro Handelsgebühr und oftmals kostenlose Depots, die fast jeder eröffnen kann, sollten nicht vom Börsenhandel abhalten. Außerdem sind Wertpapiere oft schon zwischen 7 und 200 Euro zu haben. Und was, wenn das Hintergrundwissen um die Börse fehlt?

Auch dann gibt es keinen Grund, keine Aktien zu kaufen. Denn selbst Experten können nicht immer voraussagen, wie sich Kurse entwickeln und welche Aktien Renditen abwerfen. Außerdem ist es durch Online-Kurse oder Fachbücher möglich, Grundwissen binnen kürzester Zeit zu erlangen und eine eigene Strategie für die Anlage zu entwickeln. Denn genau dies macht für viele Anleger den Reiz an der Börse aus.

Quelle: focus.de

Spartipps und News:

Newsletter abonnieren & gratis PDF erhalten

Durch die Nutzung von FinanceScout24 stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.