Börsendebut von Snap Inc. übertrifft alle Erwartungen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.03.2017

Voller Erfolg beim Börsengang: Nachdem Snap Inc., der Konzern hinter der Snapchat-App, den Ausgabepreis seiner Aktien mit 17 Dollar schon höher als erwartet angelegt hatte, gewann dieser zeitweise noch einmal um bis zu 50 Prozent. Zum Börsenschluss am Donnerstag notierten die Anteile bei einem Plus von 46 Prozent knapp 25 Dollar. Auch, wenn das Plus am Freitag nicht ganz so hoch ausfiel, kann dennoch von einem fulminanten Debut gesprochen werden.

Das sollte die Kritiker fürs Erste verstummen lassen: Während ihres erstens Tages an der Börse legten die Aktien des Snapchat-Mutterunternehmens Snap Inc. zwischenzeitlich um bis zu 50 Prozent zu. Das ist umso erstaunlicher, da der Ausgabewert der Anteile mit 17 Dollar schon deutlich höher als ursprünglich angepeilt angesetzt war. Mit einem Tagesabschluss von +46 Prozent und einem Aktienwert von fast 25 Dollar gelingt Snap so ein mehr als erfolgreicher Börseneinstand.

Da kann nur noch Facebook mithalten

Wie immens der Snapchat-Erfolg wirklich ist, zeigt sich anhand der Vergleiche mit anderen großen Unternehmen. Denn mit einer Bewertung von 34 Milliarden Dollar ist Snap momentan wertvoller als die Deutsche Bank – die muss sich mit 28 Milliarden zufriedengeben. Seinen direkten Konkurrenten läuft die Kommunikations-App ohnehin davon: Seit dem Facebook-Börsengang vor fünf Jahren konnte kein Unternehmen aus der Technologiebranche solche Zahlen am ersten Börsentag verzeichnen.

Sicherlich half Snap hier aber auch die generelle Stimmung an der Börse: Am Mittwoch hatte der Dow-Jones-Index an der Wall Street zum ersten Mal die 21.000-Punkte-Marke überstiegen. Auch die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet einen glänzenden Kurs und der DAX stieg zwischenzeitlich sogar auf Werte, die seit 2015 nicht mehr erreicht worden waren. Mit dem Donnerstag war dank risikofreudiger Anleger also der perfekte Tag zum Börsengang gefunden worden.

Erfolg trotz zahlreicher Kritikpunkte

Noch beachtenswerter wirken die Ergebnisse vor dem Hintergrund, dass die Anleger mit dem Aktienkauf keinerlei Mitbestimmungsrechte am Unternehmen erwerben. Diese Entscheidung der beiden Snap-Chefs Evan Spiegel und Bobby Murphy hatte im Vorfeld für viel Kritik gesorgt.

Das gilt auch für die Tatsache, dass Snap tatsächlich momentan keinen Gewinn verzeichnet. Zwar konnte der Konzern den Jahresumsatz 2016 dank Werbegeschäften steigern, der Verlust aufgrund stagnierender Nutzerzahlen wog mit 514,6 Millionen aber schwerer.

Quellen: Tagesspiegel, SZ, Handelsblatt, boerse.ard.de

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