Brexit könnte Immobilienpreise in die Höhe treiben

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 26.01.2017

Der britische Austritt aus der Europäischen Union wird wohl nicht völlig folgenlos an der deutschen Wirtschaft vorübergehen. Bisher hatten neun von zehn Firmen keine starken Auswirkungen zu erwarten, doch warnen einige Experten jetzt vor den Effekten auf den Immobilienmarkt. In begehrten Städten wie München, Frankfurt oder der Hauptstadt Berlin boomen Immobilien. Der Brexit könnte eine Immobilienblase weiter befeuern.

Der Immobilienmarkt in gefragten Metropolen wie Berlin oder Frankfurt steuert der Ansicht vieler Experten nach zunehmend auf eine Immobilienblase zu. Mit den Auswirkungen des britischen EU-Austritts könnte dieser Effekt weiter verstärkt werden. Bislang hatten Umfragen gezeigt, dass viele Unternehmen keinen direkten Einfluss auf ihr eigenes Geschäft erwarteten. Nun befürchten Immobilienprofis eine massive Einwirkung des Brexit auf die Marktlage und Nachfrage.

Weiter Unklarheit über Brexit-Effekte

Es ist vor allem die Unsicherheit um die genauen Auswirkungen des britischen EU-Austritts, die für eine Zuspitzung auf dem Markt sorgen könnte. Nachdem die Premierministerin Theresa May die Loslösung von der Europäischen Union verkündet hatte, legten Unternehmen und Institutionen nach. So gaben beispielsweise Großbanken bekannt, Standorte und Arbeitsplätze auf den Kontinent zu verlagern. In der Furcht vor Handelsbarrieren könnte andere Firmen schnell folgen. Bereits jetzt werden zunehmend geeignete Büroflächen angefragt. In der folgenden Nachlagerung prognostizieren Immobilienexperten einen verstärkten Bedarf an Wohnraum. Finanzmetropolen wie Frankfurt oder der Versicherungsstandort München stehen klar im Fokus für Immobilienanlagen.

Immobilien in Metropolen bald unerschwinglich?

In den nächsten fünf Jahren rechnen Wirtschaftsexperten mit tausenden neuen Arbeitsplätzen und einer weiter angespannten Immobiliensituation. Bereits vor dem Brexit seien hochwertige Immobilien teurer geworden und die anziehende Nachfrage dürfe die Preise weiter nach oben treiben. Die global unsichere Situation ziehe immer mehr internationale Investoren in den relativ stabilen Standort Deutschland. Mit Beginn der Austrittsverhandlungen rechnen viele Marktkenner mit einem erhöhten Bedarf an Büro- und Wohnobjekten. Doch nicht alle teilen die Erwartung steigender Preise. Der Immobilienverband IVD zeugt sich skeptisch und rechnet in nächster Zukunft mit keinen massiven Veränderungen. Auch in der Hauptstadt bleiben die Effekte des Brexit bisher aus. Investoren prüfen die Standorte zunächst und warten die weitere Entwicklung des Marktes ab.

Quellen: Wirtschaftswoche, FAZ, Spiegel

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