Bund verkauft abermals nicht alle Staatsanleihen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 05.06.2015

Erneut hat die Deutsche Finanzagentur nicht alle angebotenen Staatsanleihen verkauft. In der letzten Auktion Ende Mai ist der Bund auf knapp einer halben Milliarde Euro sitzen geblieben. Grund: Den Investoren waren die Konditionen abermals nicht gut genug. Mit dieser Auktion hat die Bundesrepublik somit einen neuen Negativrekord aufgestellt.

Auch in der fünften Runde der Staatsanleihenserie hat es die Bundesrepublik Ende Mai nicht geschafft, den gesamten Betrag abzusetzen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)“ berichtet, boten die Banken nur 1,5 Milliarden Euro, das Gesamtangebot belief sich jedoch auf zwei Milliarden Euro. Damit blieb die Deutsche Finanzagentur auf einer halben Milliarde Euro an Staatsanleihen sitzen, die mit einem Zinsschein von 2,5 Prozent belegt waren.

Negativrekord bei Staatsanleihen seit 2014

Der Bund begann Anfang 2014 mit Auktionen zu dieser Anleihenserie. In den bislang fünf erfolgten Auktionen riefen die Banken nie das gesamte Volumen ab – ein laut „FAZ“ einmaliger Negativrekord in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie die Tagsezeitung berichtet, entstand in der Auktion von Ende Januar dieses Jahres die größte Differenz zwischen Angebot und Nachfrage: Damals blieb die Deutsche Finanzagentur auf etwa 0,8 Milliarden Euro sitzen.

Niedrige Rendite als Hauptgrund für das Zögern der Banken

Bei einer Laufzeit von 30 Jahren versprächen die Staatsanleihen laut Finanzagentur eine durchschnittliche Rendite von 1,18 Prozent, schreibt die „FAZ“. Diese vergleichsweise niedrigen Erwartungen, gekoppelt mit der Länge der Laufzeit, dürfte das Zögern der Banken größtenteils erklären.

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