Bundesbürger öffnen sich für Wertpapiere

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.10.2016

Die Deutschen werden laut aktueller Zahlen der Bundesbank immer aufgeschlossener gegenüber Wertpapieren. Damit reagieren sie auf die Niedrigzinsen, durch die mit klassischen Spareinlagen nur noch sehr geringe Renditen zu erwirtschaften sind. Besonders Immobilien- und Rentenfonds sind für die Anleger interessant.

Aufgrund der Niedrigzinsen sind die Bundesbürger zunehmend bereit, Wertpapiere für ihre Anlagen zu nutzen. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesbank. Dadurch ist es den Privathaushalten gelungen, trotz anhaltend niedriger Zinsen das Geldvermögen auf einen neuen Höchstwert zu bringen.

Geldvermögen trotz Niedrigzinsen auf Rekordhoch

Zum Ende des zweiten Quartals 2016 erreicht das private Geldvermögen der Bundesbürger einen Rekordwert: Die privaten Haushalte haben 5,401 Billionen Euro in Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapieren und Ansprüchen gegenüber Versicherungen angesammelt. Das entspricht einem Zuwachs um 0,8 Prozent beziehungsweise 44 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal. Ein Grund ist der stabile Arbeitsmarkt mit steigenden Reallöhnen. Dadurch haben die Bundesbürger mehr Mittel für Geldanlagen zur Verfügung. Wichtig ist aber auch, dass sie Geld aus Spareinlagen abgezogen haben, die aufgrund der Niedrigzinsen unrentabel geworden sind. Stattdessen haben sich die sonst eher als börsenscheu geltenden Deutschen für Wertpapiere geöffnet, um höhere Renditen zu erzielen.

Wertpapiere: Vor allem Renten- und Immobilienfonds beliebt

Das steigende Interesse an einem Depot mit Wertpapieren ist nicht ganz neu, wie das „Handelsblatt“ die Bundesbank zitiert: „Zur anhaltenden Präferenz für liquide und risikoarme Anlagen kam – wie bereits in den Vorquartalen – auch ein merkliches Engagement in Aktien und Anteilen an Investmentfonds hinzu.“ Am beliebtesten waren dabei Renten- und Immobilienfonds, die als eher risikoarm eingestuft werden. Bei den Aktien waren die Bundesbürger dagegen ein wenig zurückhaltender als in den vorhergehenden Quartalen. Auf den Bereich Aktien und sonstige Anteilsrechte entfielen insgesamt fünf Milliarden Euro. 25 Milliarden Euro in entfielen auf Bankguthaben und Bargeld und 18 Milliarden in Versicherungen und Pensionseinrichtungen. 

In der Niedrigzinsphase sind auch Kredite günstiger zu haben. Das nutzten offenbar einige Verbraucher für größere Anschaffungen, denn die Verbindlichkeiten der Privathaushalte haben sich um ein Prozent auf 1,645 Billionen Euro erhöht haben.

Quelle: Handelsblatt

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