Cyber-Währung Bitcoin verzeichnet Rekordwert

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.03.2017

Nach der letzten Talfahrt vor wenigen Wochen hat die Digitalwährung Bitcoin jetzt mit 1.200 US-Dollar den höchsten Kurs ihres Bestehens erreicht. Diese Schwelle wurde am Freitag der letzten Woche zum ersten Mal geknackt. Die Gründe dafür sind vielfältig, als Hauptauslöser können allerdings Pläne zur Gründung eines Bitcoin-Depots in den USA sowie Kapitalverkehrskontrollen in China gesehen werden.

Die Krypto-Währung im Höhenflug: Nachdem der Bitcoin-Wert zuletzt im Januar deutliche Einbußen verzeichnen musste, hat er jetzt sein absolutes Rekordniveau erreicht: Am letzten Freitag lag der Bitcoin-Kurs bei 1.200 US-Dollar, was eine Verteuerung um 2,7 Prozent darstellt. Der Erfolg der Cyber-Währung ist dabei aber vermutlich nicht nur ihrer generellen Beliebtheit zuzuschreiben. Stattdessen spielen hier wohl Gerüchte um den ersten Bitcoin-Fond sowie politische Unsicherheiten eine Rolle.

Pläne für ETF-Depot geben Bitcoin Aufwind

Der aktuell enorme Erfolg der Digitalwährung kommt nicht von ungefähr. Laut der Bayern LB steht er mit hoher Wahrscheinlichkeit in direktem Zusammenhang mit den Spekulationen um eine Genehmigung des ersten Exchange Traded Funds (kurz ETF), also eines börsengehandelten Fonds, für Bitcoin durch die US-Börsenaufsicht. Nach Berichten des Wall Street Journal wird darüber am 11. März entschieden werden.

Sollte dieser Vorstoß tatsächlich zugelassen werden, könnten Anleger Bitcoin bald tatsächlich ins eigene Depot aufnehmen. Das steigert die Beliebtheit der Cyber-Währung immens und könnte einen deutlichen Zulauf bedeuten. Der Name des „Winklevoss Bitcoin Trust ETF“ dürfte Business-Insidern jedenfalls bekannt vorkommen: Die Fondspläne stammen von den Winklevoss-Zwillingen, die 2004 Bekanntheit erlangten, als sie Mark Zuckerberg wegen vermeintlichen Ideenklaus in Bezug auf Facebook verklagt hatten.

Politische Instabilitäten stärken Vertrauen in Kryptowährung

Dass der Bitcoin-Kurs allerdings so deutlich gestiegen ist, hat auch noch eine andere Ursache. Branchenkenner vermuten zunehmend auch die Skepsis vor politischen Unsicherheiten in Europa und den USA vonseiten vieler Investoren als zusätzlichen Faktor für den Auftrieb. Konkret ließ sich zuletzt die Wirkung verstärkter Kapitalverkehrskontrollen in China auf den Bitcoin-Wert beobachten. Denn diese Kontrollen können geschickt umgangen werden, wenn chinesische Anleger auf die staatlich nicht kontrollierte Cyberwährung setzen.

Auch ganz generell setzen in einer Zeit, in der nationale und internationale Finanzkrisen immer wieder für Unsicherheit sorgen, viele auf die von Regierungen und Zentralbanken unabhängige Bitcoin-Währung.

Quellen: Bild, Handelsblatt, Golem.de, Boerse ARD 

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