Das ändert sich 2016: Neuerungen für Verbraucher

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.12.2015

Ein neues Jahr bedeutet in der Regel zahlreiche Neuerungen für Verbraucher. 2016 gibt es vor allem in steuerlichen Angelegenheiten einige Neuregelungen. Viele Verbraucher können sich über mehr Geld auf dem Konto freuen, andere müssen sich auf höhere Ausgaben einstellen. Auch in Sachen Pflege wird es Veränderungen geben.

Mit dem anstehenden Jahreswechsel treten wieder zahlreiche Neuerungen in Kraft, die den Großteil der deutschen Verbraucher betreffen. Zahlreiche Neuregelungen fallen dabei in die Bereiche Steuern und Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Stiftung Warentest informiert aktuell in einem Special zum Jahr 2016, welche Änderungen auf die Bundesbürger zukommen.

Steuerliche Neuerungen 2016: Mehr Geld für Rentner und Eltern

Eltern erhalten ab dem 1. Januar 2016 monatlich zwei Euro mehr Kindergeld. Der Kindergeldkasse müssen ab Jahresbeginn die entsprechenden Steuer-IDs vorliegen, ansonsten ist eine Rückforderung am Jahresende möglich. Zudem wird der Kinderfreibetrag für Einkommenssteuerpflichtige um 96 Euro auf 4.608 Euro (2.304 Euro pro Elternteil) angehoben. Ebenso steigt ab dem 1. Juli 2016 der Kinderzuschlag um 20 Euro auf maximal 160 Euro monatlich.

Ab diesem Zeitpunkt werden sich auch Rentner über mehr Geld auf ihrem Girokonto freuen können: Es steht eine kräftige Rentenerhöhung an – im Osten voraussichtlich um 5,0 Prozent, im Westen um 4,3 Prozent. Deutlich mehr Bundesbürger dürften von der Anhebung des Grundfreibetrags bei der Einkommenssteuer um 180 Euro profitieren. Die Eckwerte des Einkommenssteuertarifs werden zudem pauschal um 1,48 Prozent erhöht.

Anstehende Neuerungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzlich versicherte Angestellte müssen sich allerdings auf höhere Beiträge bei ihrer Krankenversicherung einstellen. Das Bundesgesundheitsministerium geht laut Stiftung Warentest von einer durchschnittlichen Erhöhung des Zusatzbeitrags von aktuell 0,83 auf 1,1 Prozent aus. Dafür sollen sich die Wartezeiten für gesetzlich Versicherte auf Facharzttermine 2016 deutlich verkürzen: Eine Neuerung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sind die sogenannten Terminservicestellen, die voraussichtlich ab Februar dafür sorgen sollen, dass auch Kassenpatienten innerhalb von vier Wochen benötigte Termine bei Fachärzten erhalten.

Bessere Beratung für Verbraucher mit pflegebedürftigen Angehörigen

Zum 1. Januar 2016 soll nach den Plänen der Bundesregierung das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft treten. Dieses soll Angehörigen von Pflegebedürftigen bessere Beratungsangebote bieten. Außerdem beinhaltet das Gesetz einen Rechtsanspruch auf Beratung. Die Mittel der Krankenhäuser für Pflegepersonal werden zudem erhöht: Von 2016 bis 2018 sollen sie 660 Millionen Euro erhalten, um voraussichtlich 6.300 neue Pflegestellen zu schaffen.

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