Das ändert sich ab dem 01.12.2017

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 02.12.2017

Noch vor dem Jahreswechsel treten bereits einige wichtige Änderungen in Kraft. Seit dem 01.12. müssen Netzbetreiber bei Handy- und Telefonverträgen deutlich klarer auf den nächstmöglichen Kündigungstermin hinweisen. Dieser sollte ab sofort immer auf den jeweiligen Rechnungen auftauchen. Auch in Bezug auf das Kindergeld gibt es wichtige Neuerungen, was die rückwirkende Beantragung von Zahlungen anbelangt.

Wann läuft eigentlich mein Handyvertrag aus? Verbraucher vergessen regelmäßig, ihre oft zwei Jahre andauernden Verträge rechtzeitig zu kündigen. Dann läuft der alte – meist teure – Vertrag noch mindestens ein weiteres Jahr. Um mehr Transparenz in den Markt zu bringen, müssen die Anbieter der Verträge jetzt deutlich verstärkt auf die Kündigungsfristen hinweisen. Zudem ändern sich zum 01.12. auch Regelungen für geförderte Energieberatungen und die Beantragung von Kindergeld.

Telefon- und Handyverträge einfacher kündigen

Schließen Verbraucher einen Vertrag für Telefon, Internet oder Handy ab, so läuft dieser in aller Regel für zwei Jahre. Zu spät bemerken die meisten Nutzer daher, wenn sie die dreimonatige Kündigungsfrist für die Verträge vergessen. Sie müssen dann mindestens ein weiteres Jahr den alten Vertrag nutzen, obwohl es auf dem Markt längst deutlich bessere Leistungen gibt. Dem wirkt der Gesetzgeber seit dem 01.12. konsequent entgegen. Ab sofort müssen die Anbieter den nächstmöglichen Kündigungstermin auf alle Rechnungen schreiben. Erstmals dürften Verbraucher diesen Termin auf der Dezember-Rechnung finden, die allerdings erst im Januar per Mail oder per Post eintrifft.

Neuerungen gibt es auch beim Kindergeld. Wer für dieses oder die vergangenen vier Jahre noch kein Kindergeld beantragt hat, muss bis spätestens zum 31.12. handeln. Denn ab dem 01.01.2018 können Anträge für das Kindergeld nur noch für die vergangenen sechs Monate rückwirkend gestellt werden.

Handwerker dürfen geförderte Energieberatung durchführen

Seit diesem Freitag können Verbraucher Energieberatungen nicht mehr nur bei zertifizierten Energieberatern in Anspruch nehmen. Auch Handwerker können diese Maßnahme, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert wird, ab sofort durchführen. Für Gebäudebesitzer ergeben sich durch die Beratung bis zu 60 Prozent Einsparungen bei den Kosten für einen individuellen Sanierungsfahrplan der energetischen Sanierung.

Quellen: Focus Online, Deutsche Handwerks Zeitung, Neue OZ

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