Neues Rentenpaket: Diese Personengruppen profitieren

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 31.08.2018

Von dem neuen Rentenpaket, das laut Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, profitieren nicht nur „klassische“ Rentner. Auch Personengruppen wie Geringverdiener, erwerbsunfähige Menschen und Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, sollen begünstigt werden.

Trotz kleinerer Proteste bei der Gesetzesverabschiedung zeigte sich der Minister mit dem neuen Rentenpaket zufrieden. Dieses begünstigt nicht nur Menschen, die wie geplant am Ende ihrer Erwerbstätigkeit in Rente gehen, sondern auch beispielsweise Geringverdiener. Sie sollen bei gleichen Rentenansprüchen von den oft sehr Sozialabgaben entlastet werden – erst ab einem Bruttoverdienst von 1.300 Euro ist der volle Betrag fällig. Diese Grenze lag bislang bei nur 850 Euro brutto.

Erwerbsunfähigkeitsrente und Mütterrente: Erhöhung geplant

Auch erwerbsunfähige bzw. erwerbsgeminderte Personen werden von dem Paket bedacht: Sofern die Berufstätigkeit aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben oder eingeschränkt werden muss, können künftig fiktive, längere Erwerbszeiten zu einer höheren Rente führen. Diese Begünstigung ergibt sich dadurch, dass die Zurechnungszeiten für Rentner mit Erwerbsminderungsrente erhöht werden. 65 Jahre und acht Monate sind die neue Obergrenze – und sorgen dafür, dass rund 178.000 Menschen ab 2019 mehr Geld erwarten dürfen. Auch Eltern können sich auf den 1. Januar 2019 freuen: Bislang erhielten Eltern von Kindern, die vor 1992 geboren wurden, auf die Rente angerechnete Kindererziehungszeiten erst ab dem 3. Kind. Das wird im Zuge des neuen Rentenpakets geändert: Schon ab dem ersten Kind wird ein weiteres, halbes Kindererziehungsjahr auf die so genannte Mütterrente angerechnet. Rund zehn Millionen Mütter und Väter werden von diesem Vorzug profitieren.

Weitere Unterstützung in Planung

Ein weiteres Gesetz, das am 19. September verabschiedet werden soll, setzt den ständigen Wandel des Arbeitsmarktes in den Fokus. So ist in Planung, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ab Januar 2019 dauerhaft um 0,4 Prozentpunkte abzusenken. Ebenfalls soll die Qualifikation von Arbeitnehmern gefördert werden. Fehlt ein Arbeitnehmer künftig aufgrund von Weiterbildungsmaßnahmen auf der Arbeit, wird ein finanzieller Ausgleich geschaffen; jedoch aktuell noch ohne ein festes Budget. Wie sich diese Gesetzentwürfe behaupten werden und welche weiteren Maßnahmen geplant sind, zeigt sich im September.

Quelle: sueddeutsche.de, rp-online.de

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