DAT-Report: Carsharing für Deutsche keine Option

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.02.2016

Der Großteil der Deutschen sieht in Carsharing keine Alternative zum eigenen Fahrzeug. Mehr als 90 Prozent halten das eigene Auto dem aktuellen DAT-Report zufolge für unbedingt notwendig. Die individuelle Mobilität spielt für deutsche Kfz-Halter eine sehr große Rolle. Daher überrascht es wenig, dass die vorherige Standortermittlung als häufigstes Argument gegen Carsharing vorgebracht wird.

Carsharing liegt bereits seit geraumer Zeit im Trend – ein Großteil der Deutschen kann es sich aber offenbar dennoch nicht vorstellen, auf das eigene Auto zu verzichten. Dies geht aus dem Ende vergangener Woche vorgestellten Report der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) für das Jahr 2016 hervor.

Eigenes Auto für Mehrheit der Deutschen unbedingt notwendig

Demnach ist ein eigenes Auto für mehr als 90 Prozent der Befragten unverzichtbar. Als häufigste Gründe dafür nannten die rund 1.200 Autobesitzer unter den Befragten:

  1. Individuelle Mobilität
  2. Notwendigkeit für den Beruf/Wohnsituation
  3. Erhebliche Zeitersparnis

Für 88 Prozent der Befragten im DAT-Report 2016 stellt Carsharing keine Alternative zum eigenen Auto da. Es überzeugt sie offenbar nicht, dass die Kosten beim Carsharing in vielen Fällen niedriger sind als bei der Nutzung eines eigenen Fahrzeugs. Der Aufwand ist in vielen Belangen ebenfalls geringer: So müssen sich die Nutzer von Carsharing-Angeboten beispielsweise nicht um eine passende Kfz-Versicherung kümmern oder den Wagen rechtzeitig zur Hauptuntersuchung anmelden. Auch kümmert sich der Anbieter um fällige Reparaturen und Inspektionen.

DAT-Report 2016: Argumente gegen Carsharing vielfältig

Schwerer als diese Vorzüge wiegen bei den Befragten des DAT-Reports anscheinend die Nachteile des Carsharings. Vor allem der Aufwand, zunächst den Standort eines Fahrzeugs ermitteln zu müssen, schreckt die Teilnehmer der Studie demnach ab. Weitere im DAT-Report 2016 häufig genannte Gründe, die gegen Carsharing als Alternative zum eigenen Auto sprechen, waren das fehlende Angebot am Wohnort und das Unbehagen, sich ein Fahrzeug mit jemand anderem zu teilen.

Der seit 1974 jährlich erscheinende DAT-Report gilt als wichtiger Gradmesser für die deutsche Automobilbranche. Er basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 4.000 Verbrauchern, die von einem Marktforschungsinstitut durchgeführt wird. Für den DAT-Report 2016 war das Nürnberger Institut GfK verantwortlich.

Aktuelle Versicherungsnews

Studie: Voraussichtlich stark steigende Kassenbeiträge bis 2020
Studie: Voraussichtlich stark steigende Kassenbeiträge bis 2020
Bis zum Jahr 2020 erwarten Experten einen starken Anstieg der Kassenbeiträge. Von bis zu 60 Euro mehr im Monat ist bei gesetzlich Krankversicherten die Rede. Diese sind bisher von massiven Erhöhungen weitestgehend...
Uber stoppt nach Unfall kurzzeitig Tests mit selbstfahrenden Autos
Uber stoppt nach Unfall kurzzeitig Tests mit selbstfahrenden Autos
Ein selbstfahrendes Auto ist in den USA erneut in einen Unfall verwickelt worden. Betroffen war der Fahrdienstanbieter Uber, der in letzter Zeit bereits häufiger mit Kontroversen zu kämpfen hatte. Als...
Pkw-Maut im Endspurt: Bundestag stimmt zu
Pkw-Maut im Endspurt: Bundestag stimmt zu
Im zweiten Anlauf ist sie zustande gekommen: Der Bundestag stimmte heute der umstrittenen Pkw-Maut zu. Verkehrsminister Dobrindt (CSU) erhielt die Zustimmung in der Abstimmung von seinen Parteikollegen,...

Alle 2 Wochen Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und Amazon-Gutschein gewinnen!