Datenklau an Geldautomaten nimmt zu

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.01.2018

Im vergangenen Jahr hatten Kriminelle erstmals seit vier Jahren wieder mehr Erfolg beim Ausspähen sensibler Daten. So beziffert die Frankfurter Einrichtung Euro Katensysteme den Schaden durch sogenannte Skimming-Angriffe für 2017 auf 2,2 Millionen Euro. Hingegen lag die Schadenssumme 2016 auf einem Rekordtief von 1,9 Millionen Euro. Dennoch sehen die Banken keinen Grund zur Sorge.

Die Kriminellen manipulieren beim Skimming die Geldautomaten, um Kartennummer und Geheimzahl (PIN) der Bankkunden abfangen zu können. Insgesamt zählten die Banken im vergangenen Jahr 499 Fälle. Brennpunkt mit 287 Vorfällen war dabei – wie im Vorjahr – Berlin. Doch für die Kreditinstitute besteht trotzdem kein Grund zur Sorge. Denn vom Bruttoschaden würden nur rund 15 Prozent (330.000 Euro) wirklich an heimischen Banken und Sparkassen hängen bleiben.

Einsatz der Karten in Indonesien und den USA

Manipulierte Geldautomaten sind für Bankkunden kaum zu erkennen. Zu raffiniert gehen die Kriminellen vor, doch die Banken selbst ergreifen Sicherheitsmaßnahmen. Schaffen es die Betrüger doch, die Kartendaten abzufangen, werden diese meist im Ausland eingesetzt. So wurden von der Schadenssumme von 2,2 Millionen Euro ganze 29 Prozent in Indonesien registriert. Die USA (22 Prozent) und Australien (15 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei der beliebtesten Einsatzgebiete. Dank internationaler Abkommen bleiben die deutschen Banken jedoch nur selten auf dem Schaden sitzen. Denn für den Schaden aufkommen müssen die Länder, in denen die Sicherheitsmechanismen für Kartenzahlungen am geringsten sind. Nach wie vor sind in einigen Nationen Bezahlkarten noch mit leicht kopierbaren Magnetstreifen ausgestattet. Hier haben Betrüger leichtes Spiel, die abgefangenen Kreditkartendaten in Dubletten einzusetzen. In Deutschland wird hingegen schon seit 2010 auf moderne EMV-Technik gesetzt.

Zahlen bei Diebstahl und Verlust rückläufig

Opfer solcher „Skimming“-Vorfälle müssen in der Regel keinen finanziellen Nachteil fürchten. Banken und Sparkassen ersetzen die resultierenden Schäden und schreiben das Geld dem Kreditkarten oder Girokonto schnell wieder gut. Deutlich größer sind die Probleme ohnehin beim Diebstahl und Verlust von Zahlungskarten. Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, so kommt hierdurch ein Bruttoschaden von 13,7 Millionen Euro zustande – bei 10.353 Fällen.

Quellen: rp-online.de, fnp.de

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