DAX trotz Trump Klima-Kündigung auf Rekordjagd

Zuletzt aktualisiert am 03.06.2017

US-Präsident Donald Trump setzt mit der Aufkündigung des Klima-Abkommens ein deutliches Zeichen zur Abschottung seines Landes und rund um den Erdball macht sich Beklemmung breit. Die deutschen Anleger scheint dies jedoch nicht aus der Fassung zu bringen – sie treiben den DAX auf ein neues Rekordhoch. Das Börsenbarometer zeigt zum Wochenende einen Stand von über 12.800 Punkten.

Der wichtigste deutsche Aktien-Index gewinnt die erneute Rekordjagd und übersteigt an diesem Freitag die 12.800-Marke. Die Anleger zeigen sich relativ unbeeindruckt angesichts des nächsten Trump’schen Abschottungsversuchs. Der US-Präsident verkündete gestern die Kündigung des Klimaabkommens mit der Weltgemeinschaft und überall auf der Welt zeigten sich Staatschefs wie Bevölkerung bestürzt.

Mit Schwung ins Wochenende

Dank kräftigem Rückenwind von den Überseebörsen schwingt der DAX am Freitag zu neuen Höhen auf. Bereits in den ersten Handelsminuten überschritt der Leitindex zeitweise die Marke von 12.800 Punkten und baute seine Gewinne auf 1,4 Prozent aus. Zuletzt erreichte der DAX einen Wert von über 12.860 Punkten und scheint direkten Kurs auf das nie dagewesene Hoch von 13.000 Punkten zu nehmen. Nicht anders lief es für Nebenwerte-Indizes wie den MDax, der ebenfalls historisch stieg. Besonders gute Nachrichten hielt der Tag für die Aktien von Volkswagen, der Deutschen Bank, Daimler und Continental bereit, die jeweils einen Zuwachs von zwei Prozent verzeichnen konnten.

Gut für die Börse - Schlecht fürs Klima

Um seine Isolationspläne und seine Haltung zum Thema erneuerbare Energien hatte der US-Präsident Donald Trump keinen Hehl gemacht. Die Kündigung des Klima-Abkommens hatte dennoch für Bestürzung gesorgt – schien von den Finanzmärkten jedoch fast erwartet worden zu sein. Statt eines negativen Effektes trieb die Entscheidung Trumps die Börsen eher an. Zahlreiche US-amerikanische Konzerne kündigten derweil an, sich trotz der Haltung ihres Präsidenten an die vereinbarten Klimaziele zu halten. Neben Syrien und Nicaragua könnten die USA also bald zu den einzigen Ländern gehören, die sich dem 25 Jahre geplanten Abkommen verweigern. Neben der deutschen Börse in ihrem nie dagewesenen Hoch nahmen auch der Dollar und die Börsen in Asien an Fahrt auf. Vor allem die starken Daten zum US-Arbeitsmarkt trieben an.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Gesetzesänderungen Juni: Der Juni bringt Änderungen für Verbraucher. Mitte Juni ist beispielsweise Schluss mit Roaming-Gebühren, Netzanbieter müssen transparenter informieren und Händler, die Elektro-Altgeräte nicht kostenlos zurücknehmen, haben höhere Strafen zu erwarten.
  • Einsicht in Löhne: Das Entgelttransparenzgesetz tritt in Kraft und gibt Auskunft über den Verdienst der Kollegen. In Firmen mit mindestens 200 Mitarbeitern sollen so Ungleichheiten beseitigt werden.

Quellen: Manager Magazin, Tagesspiegel, Börse Online

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