DAX von Trumps erster offiziellen Pressekonferenz beeinflusst

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.01.2017

Der deutsche Aktienmarkt fiel zum Kursbeginn am Donnerstag unter die Marke von 11.600 Punkten, da sich die meisten Anleger mehr konkrete Pläne erhofft hatten. Die genauen Vorhaben in Bezug auf Wirtschafts- und Steuerpolitik des designierten US-Präsidenten blieben wenig ausgereift. In Folge dessen sank der Dollar - der DAX fiel am Morgen um 0,4 Prozent.

Am Donnerstag fiel der DAX zum Kursbeginn unter 11.600 Punkte. Hauptgrund waren wenig ausgereifte Angaben zu Trumps Plänen. Ein weiterer wichtiger Grund für den sinkenden Kurs war eine andere Ankündigung des US-Präsidenten: Er kritisierte die Medikamentenpreise und schien fordern zu wollen, dass diese sinken sollen. Deswegen sackten besonders die Aktien der Pharmakonzerne ab. Merck und Bayer verloren rund einen Prozent, für Medigene ging es sogar fünf Prozent bergab. Nach der Wahl schossen gerade die Aktien der Pharmakonzerne in die Höhe, da Clinton im Gegensatz zu Trump eine Vergünstigung der Medikamente gefordert hätte.

Am vorherigen Tag erreichte der DAX noch seinen vorläufigen Höchststand seit August 2015, jetzt scheint es wieder leicht bergab zu gehen. Anleger blicken auf unsichere Zeiten, da die Börse von dem anstehenden Brexit und den ausstehenden Amtshandlungen Trumps beeinflusst werden wird.

Amerikanische Börse im Visier von Anlegern

Im Laufe des Donnerstags präsentierte die Fed-Notenbank neue Vorschläge zur Geld- und Wirtschaftspolitik. Außerdem werden wichtige US-amerikanische Konjunkturdaten bekannt gegeben: Vor allem der Wochenbericht vom Arbeitsmarkt wird mit Spannung erwartet.

In Deutschland wurden die BIP-Zahlen für 2016 veröffentlicht. All diese Faktoren könnten die Aktien im Laufe der Woche noch beeinflussen.

Deutsche Wirtschaft wächst immer weiter

Im Jahre 2016 zeigte sich die deutsche Wirtschaft sehr solide: 1,9 Prozent stieg das Bruttoinlandsprodukt hierzulande. Dies ist mehr Wachstum als in den beiden Jahren zuvor. Hauptgründe für die gute Konjunktur waren die Unterbringung vieler Flüchtlinge sowie die gute Lage am Arbeitsmarkt.

Auch wenn die Inflation zuletzt stieg, war sie über das Jahr gesehen solide. Vor allem die steigenden Ausgaben von Privatpersonen und vom Staat befeuerten das Wirtschaftswachstum. Die privaten Konsumausgaben stiegen um zwei Prozent, die staatlichen sogar um 4,2 Prozent.

Es wird davon ausgegangen, dass auch in Zukunft die Wirtschaft aufgrund dieser Faktoren weiter wachsen wird.

Quellen: Spiegel Online, Handelsblatt

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