Deutlich mehr Wildunfälle im Jahr 2015

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 03.11.2016

Die Zahl der Wildunfälle ist 2015 um zehn Prozent gestiegen und auch die dadurch entstandenen finanziellen Schäden waren höher als im Vorjahr. Autofahrer, die eine Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung abgeschlossen haben, sind für solche Fälle zwar in der Regel abgesichert, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ruft aber generell zu Vorsicht auf.

Im Jahr 2015 haben sich in Deutschland deutlich mehr Wildunfälle ereignet als 2014. Das teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in seiner Schadenbilanz mit. Damit erreichten die Unfälle, in die Autofahrer mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild gerieten, im vergangenen Jahr einen Höchststand.

Zahl der Wildunfälle um zehn Prozent gestiegen

Nach Angaben des GDV wurden 2015 knapp 263.000 Wildunfälle gemeldet, die sich auf deutschen Straßen ereigneten – 2014 waren es noch 238.000. Rein rechnerisch geschah damit alle zwei Minuten ein Wildunfall. Insgesamt ist über die vergangenen zehn Jahre ein Anstieg erkennbar: 2006 wurden den Anbietern von Kfz-Versicherungen noch 203.000 Wildunfälle gemeldet. Der Gesamtschaden, der durch diese Unfälle 2015 entstanden ist, liegt bei mehr als 653 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gewachsen. 2006 zahlten die Versicherer insgesamt nur etwa 400 Millionen Euro. Für einen einzelnen Fall leisteten sie 2015 im Schnitt 2.485 Euro.

Autofahrer mit Kaskoversicherung werden entschädigt

Der GDV weist darauf hin, dass Autofahrer, die eine Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung abgeschlossen haben, Ausgleich für Schäden durch Wildunfälle erhalten. Bei manchen Versicherern sind nicht nur Unfälle mit Haarwild abgedeckt, sondern auch mit allen Wirbeltieren. Anders als sonstige Unfälle wirkt sich ein Unfall mit einem Reh oder Wildschwein nicht negativ auf den Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Versicherung aus. Der GDV-Versicherungsexperte Mathias Zunk empfiehlt, besonders im Herbst und in der Dämmerung sehr vorsichtig zu fahren und auf Schilder zu achten, die vor Wildwechsel warnen. Wenn ein Tier auf der Straße auftaucht, sollten Autofahrer versuchen, es durch Hupen zu verscheuchen. Scheinwerferlicht blendet es dagegen und kann das Risiko eines Wildunfalls noch vergrößern. Von riskanten Ausweichmanövern sollten Fahrer Abstand nahmen. Dabei besteht Gefahr, mit einem anderen Fahrzeug zu kollidieren oder von der Straße abzukommen.

Quelle: GDV

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