Deutliche Unterschiede bei Jugendkonten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.10.2016

Speziell für Kinder und Jugendliche bieten viele Banken Jugendkonten mit besonderen Konditionen an. Diese variieren aber stark zwischen den Anbietern, wie eine aktuelle Studie zeigt. Gemeinsam haben aber alle untersuchten Geldinstitute, dass sie ihren jungen Kunden Online-Banking anbieten.

Jugendkonten sollen Heranwachsende den Umgang mit Finanzangelegenheit näherbringen. Allerdings unterscheiden sich die Konditionen für diese besonderen Konten bei den einzelnen Anbietern teilweise sehr deutlich – das hat das Deutsche Institut für Service-Qualität in einem Vergleich von 28 Geldinstituten ermittelt.

Jugendkonten im Durchschnitt „befriedigend“

Beim Vergleich der Girokonten, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten, erreichen die Institute im Schnitt nur das Urteil „befriedigend“. Lediglich vier Anbieter wurden mit „gut“ bewertet und einzig der Testsieger mit „sehr gut“. Eine Verzinsung war bei vielen Anbietern nicht vorhanden, der höchste Zinssatz im Vergleich lag bei 1,5 Prozent. Auch eine kostenlose Prepaid-Kreditkarte zum Konto für Kinder gab es meist nicht: Viele Geldinstitute verlangten dafür eine jährliche Gebühr, nur sechs Anbieter stellten sie kostenlos zur Verfügung. Dafür waren die Jugendkonten aber selten mit Kontoführungsgebühren verbunden: Lediglich zwei Institute verlangten eine monatliche Gebühr, wie sie aufgrund der Niedrigzinsphase bei vielen Banken und Sparkassen fällig wird.

Konto für Kinder: Online-Banking gehört zum Standard

Minuspunkte gab es häufig beim Filialservice: Viele Geldhäuser bieten den jungen Kunden kein gut ausgebautes Filialnetz und nur ein schwaches Angebot an Filialen mit Multifunktionsterminals. Allerdings geht es ihnen dabei nicht anders als erwachsenen Bankkunden: Aus wirtschaftlichen Gründen und angesichts der zunehmenden Digitalisierung schließen immer mehr Bankfilialen. Deshalb setzen alle getesteten Anbieter auf Online-Banking bei den Jugendkonten und bieten daneben auch Apps an, mit denen das Konto für Kinder mobil verwaltet werden kann. Damit die Heranwachsenden diese Services nutzen können, müssen allerdings ihre Eltern zustimmen. Für die Studie wurden offizielle Anfragen an die 28 Unternehmen verschickt und anschließend die Daten überprüft, ausgewertet und verglichen. Ausschlaggebend waren die Konditionen der Jugendkonten sowie die angebotenen Filialservices.

Quelle: Deutsches Institut für Service-Qualität

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