Deutsche bei Telematik-Tarifen noch skeptisch

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 21.11.2016

Telematik-Tarife sind inzwischen auch in Deutschland bei immer mehr Autoversicherern zu haben. Obwohl sie erhebliches Sparpotenzial bieten können, kommen sie für viele hiesige Autofahrer allerdings nicht in Frage. Zu groß sind offenbar die Bedenken bezüglich der Datensicherheit.

Durch sogenannte Telematik-Tarife, also Policen bei denen die protokollierte Fahrweise des Versicherten die Beitragshöhe bestimmt, lassen sich die Ausgaben für die Kfz-Versicherung in vielen Fällen deutlich reduzieren – Rabatte bis zu 30 Prozent sind möglich. Dennoch ist aktuell nur ein Viertel der deutschen Autofahrer bereit, seine Fahrdaten an den Kfz-Versicherer zu übermitteln. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. Die Mehrzahl der autofahrenden Bundesbürger hegt demnach offenbar Zweifel hinsichtlich der Datensicherheit.

Vor allem jüngere Fahrer interessieren sich für Telematik-Tarife

Bei den 25 Prozent, die kein Problem damit haben, ihrer Versicherung Daten zu ihrer persönlichen Fahrweise zu übermitteln, handelt es sich vor allem um jüngere Fahrer mit einer grundsätzlich hohen Bereitschaft, die Kfz-Versicherung zu wechseln, aber auch um ältere Autobesitzer, die überdurchschnittlich oft ihren Autoversicherer durch einen anderen ersetzen.

Bei beiden Gruppen überwiegt die Kostenersparnis offenbar die Bedenken bezüglich der Datensicherheit. Insbesondere bei jüngeren Fahrern – die Hauptzielgruppe für Telematik-Tarife – ist dies verständlich. Dank weniger schadenfreier Jahre müssen sie bei herkömmlichen Verträgen in der Regel sehr hohe Prämien zahlen. Und die regelmäßigen Wechsler dürften per se in vielen Fällen ausgemachte Sparfüchse sein.

Experten sehen Deutschland trotz hohen Bewusstseins für Datensicherheit als Vorreiter

Trotz der hierzulande noch weit verbreiteten Skepsis gegenüber Telematik-Tarifen, gehen die Verfasser der Studie davon aus, dass diesem auch als „Pay-as-you-drive“ bekannten Tarifmodell die Zukunft gehört. Obwohl die Deutschen für ein vergleichsweise hohes Bewusstsein für Datensicherheit bekannt sind, sehen die Deloitte-Experten die Bundesrepublik sogar als einen der Wegbereiter für Telematik in Europa. „Deutschland und Frankreich werden zu den ersten Ländern gehören, wo der Wandel sichtbar wird“, prognostiziert Jens Parthe, Versicherungsexperte bei Deloitte. Allerdings müssten die Versicherer dafür jetzt Angebote entwickeln, die auch die Skeptiker überzeugen könnten. Aktuell haben bei Telematik-Tarifen noch Italien und Großbritannien die Nase vorn.

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Deutsche Telematik gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen

Grundsätzlich sind deutsche Autofahrer Telematik-Diensten jedoch nicht abgeneigt, wie jüngst eine Studie des TÜV Rheinland zeigte. Vor allem auf Telematik basierende Sicherheitsfeatures wie Gefahrenmeldungen sowie Unfall- und Pannen-Notrufdienste sind für viele deutsche Autofahrer interessant. Doch auch bei dieser Untersuchung zeigte sich die Mehrheit der Befragten gegenüber Telematik-Tarifen in der Kfz-Versicherung nicht aufgeschlossen.

Quelle: Deloitte

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