Mehr als 44 Millionen: Deutsche Beschäftigung erreicht Höchststand aller Zeiten

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.08.2017

Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes setzt sich die gute Konjunktur weiterhin fort. Die Zahl der Erwerbstätigen kletterte nach dem vorläufigen Hoch im ersten Quartal 2017 auf einen neuen Rekordstand. Mit 44,2 Millionen Beschäftigten im zweiten Quartal verzeichnete der Arbeitsmarkt einen Zuwachs von 475.000 (+1,1 Prozent) zum vorherigen Quartal und 660.000 (+1,5 Prozent) zum vergangenen Jahr. Zwar wurde der Zuwachs zu einem großen Teil der üblichen jahreszeitlichen Schwankung zugeschrieben, doch auch die bereinigten Zahlen lassen laut Behörden auf einen Zuwachs schließen.

Das Statistische Bundesamt legte am Donnerstag morgen neue Zahlen vor, die einen weiteren Anstieg der deutschen Beschäftigung am Arbeitsmarkt zeigen. Damit hat der Bund die Zahl auf ein neues Rekordhoch seit der deutschen Einheit bringen können. Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2017 wurde die Beschäftigung von 43,7 Millionen auf 44,2 Millionen gesteigert. Die jahreszeitlichen Schwankungen, die das zweite Quartal immer beeinflussen, betreffen vor allem Anstiege im Baugewerbe oder der Gastronomie – doch bereinigt nahm die Beschäftigung ebenfalls um 0,3 Prozent zu.

Bestimmte Gewerbe steigen besonders

Das Bundesamt machte vor allem Anteile im Dienstleistungssektor für die erfreulichen Zahlen verantwortlich. Nach den Berechnungen waren vor allem öffentliche Dienstleister mit einem Anstieg von 224.000 Beschäftigten (+2,1 Prozent), 153.000 (+2,6 Prozent) Unternehmensdienstleister und 130.000 Erwerbstätige (+1,3 Prozent) im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ausschlaggebend. Auch der Trend zum Arbeitnehmer lässt sich in den Zahlen herauslesen. Während die Zahl der Angestellten stieg, wurden Selbstständige und helfende Familienangehörige weniger oft verzeichnet.

Der Trend zum „regulären“ Job?

Lange Zeit waren sogenannte prekäre – also befristete ­– Jobs ­ein Trend am deutschen Arbeitsmarkt. Laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt die aktuelle Entwicklung wieder in Richtung Normalarbeitsverhältnis: ein unbefristeter Arbeitsvertrag ohne Leiharbeit mit mehr als 20 Wochenstunden. Zwar geht ein Teil des Anstiegs der Beschäftigungen immer noch auf die atypischen Jobs zurück, doch der Anteil an Normalarbeitsverhältnissen ist weitaus höher. Zuletzt hatten viele Experten den Anstieg der Teilzeitbeschäftigten kritisiert.

Quellen: Focus, Spiegel, Badische-Zeitung 

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