Deutsche haben immer mehr Vermögen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.01.2017

Die deutschen Bürger haben trotz der derzeit niedrigen Zinsen immer mehr Geld. Vor allem die steigenden Werte bei Aktien und Investmentfonds sowie der Trend zum Sparen sorgten dafür, dass das gesamte Vermögen privater Haushalte um fast 230 Millionen Euro auf 5.700 Milliarden Euro stieg. Das ging aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Bundesbank hervor. Gründe für die vermehrt genutzten Anlagemöglichkeiten waren der stabile Arbeitsmarkt und steigende Reallöhne. Besonders hoch im Kurs standen risikoarme Anlagen.

Vor allem im dritten Quartal 2016 konnten die Deutschen ihr Privatvermögen stark ausbauen. Entgegen vieler Vermutungen konnten alle Rücklagen erweitert werden - und das trotz dem niedrigen Leitzins. Für die Berechnung der Studie berücksichtigte die Bundesbank Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen und Versicherungsansprüche.

Im dritten Jahresquartal stammten von 76 Milliarden Euro Ersparnissen gut 33 Milliarden Euro aus Bewertungsgewinnen. 20 Millionen Euro waren Geld (bar oder auf der Bank) und 19 Milliarden Euro Ansprüche aus Versicherungen und Pensionseinrichtungen.

Eine Sparmethode verlor an Beliebtheit

Eine früher beliebte Methode, Geld anzulegen ist im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld geflossen als in den Jahren zuvor: Spareinlagen erhalten aufgrund der niedrigen Zinsen weitaus weniger Zuspruch. Sparbuch und ähnliche Möglichkeiten würden sich deshalb nicht mehr lohnen. Eine Methode, die sich letztes Jahr mehr Beliebtheit erfreute, waren Anlagen am Kapitalmarkt, obwohl die Deutschen eher als Depot-Muffel gelten. Besonders Aktien- und Immobilienfonds waren gefragt, vor allem im Ausland wurde das Geld gerne investiert. Experten freuen sich, da diese Entwicklung den Anschein erweckt, dass die Deutschen ein gewisses Renditenbewusstsein entwickeln. Sparer möchten so die Niedrigzinsen vermeiden und mit ihrem Ersparten höhere Renditen erzielen. Früher wurden Anlagen - im Besonderen ausländische - als zu risikoreich wahrgenommen.

Kreditvergabe wurde angekurbelt

Die positive Kehrseite der niedrigen Zinsen ist die günstige Vergabe von Krediten. Die Bundesbürger machten sich die Zinsen zunutze und investierten ihr Geld in den Wohnungsbau und in den privaten Konsum. Die gesamten Verbindlichkeiten im Land stiegen um ein Prozent auf 1662 Milliarden Euro.

Quelle: Handelsblatt, Focus Online

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