EU-Umfrage: Deutsche halten Gehaltsunterschiede für zu groß

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.04.2018

Einer aktuellen, EU-weiten Umfrage zufolge halten die Deutschen die Einkommensunterschiede im Land für eindeutig zu groß. Am Montag hatte die EU-Kommission entsprechende Umfragedaten veröffentlicht. Von den Befragten gaben 92 Prozent an, dass die Löhne nicht fair verteilt seien.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurden die Gehaltsunterschiede insbesondere in Bezug auf das Geschlecht stark thematisiert. Die neue EU-Umfrage zeigt allerdings, dass vor allem in Deutschland generell zu hohe Einkommensdifferenzen herrschen – zumindest laut subjektiver Ansicht der Befragten. Nur in Portugal (96 Prozent) halten noch mehr Bürger die Löhne für ungerecht verteilt. Am niedrigsten sind die Werte hingegen in den Niederlanden (59 Prozent) und in Dänemark (63 Prozent).

Chancengerechtigkeit hingegen hoch

Das sogenannte Eurobarometer Spezial 471 „Gerechtigkeit, Ungleichheit und Intergenerationenmobilität“ hat jedoch nicht nur die Gehaltsunterschiede untersucht. Insgesamt wurden vom 02. bis 11. Dezember 2017 28.031 EuropäerInnen aus den 28 Mitgliedsstaaten zu unterschiedlichsten Thematiken befragt. Obwohl die Deutschen die Differenzen bei den Einkommen für zu hoch halten, zeigen sie sich mit der Chancengerechtigkeit vergleichsweise zufrieden. Immerhin sieben von zehn Befragten gaben an, dass sie die gleichen Chancen haben, im Leben voranzukommen wie andere Bürger auch. Zum Vergleich: In Griechenland stimmten nur 18 Prozent der Umfrageteilnehmer dieser Aussage zu.

Auch beim Thema Zuwanderung zeigen sich die Deutschen trotz der aktuellen Flüchtlingskrise positiv. So unterstützen 46 Prozent der Befragten in der Bundesrepublik die Aussage, Zuwanderung ist eine gute Sache. Der EU-Schnitt liegt hingegen nur bei 39 Prozent. Die geringste Unterstützung für die Zuwanderung gibt es der Studie nach in Griechenland (9 Prozent), der Slowakei (11 Prozent) und Bulgarien (12 Prozent). Viel Unterstützung findet sie hingegen in Schweden (69 Prozent), Irland (68 Prozent) und Luxemburg (63 Prozent).

Quelle: rp-online

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