Deutsche Inflation geht zurück

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 18.04.2017

Ein Jahr hat es gedauert, doch nun ist die Inflationsrate wieder auf dem Rückzug. Während höhere Nahrungsmittel- und Energiepreise im Februar noch deutlichen Auftrieb verursachten, ist der Preisanstieg diesmal schwächer ausgefallen. Im Vergleich zum Vormonat kosteten Dienste und Waren im März 1,6 Prozent mehr, im Februar erreicht die Teuerungsrate hingegen 2,2 Prozent.

Der März konnte im Vergleich zum Vormonat mit einer Teuerungsrate von 1,6 Prozent überzeugen. Damit ist die Inflationsrate erstmals seit einem Jahr wieder im Sinken begriffen. Noch im Februar hatten die erhöhten Energie- und Nahrungsmittelpreise einen Anstieg des Wertes begünstigt, der insgesamt auf 2,2 Prozent anschwoll.

Preise steigen wieder langsamer

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte am Donnerstag, dass Waren und Dienstleistungen im März nur 1,6 Prozent mehr kosteten als im Vorjahresmonat. Noch im Februar hatte die Inflationsrate mit 2,2 Prozent ihren höchsten Wert seit Mitte 2012 erreicht.

Dass die Teuerungsrate erstmal seit einem Jahr kleiner ausfalle, lässt sich vor allem auf günstigeres Öl zurückführen. Die Preise für Heizöl fielen aufgrund des geringeren Rohöl-Preisdrucks um 4,2 Prozent und auch Kraftstoffe wie Benzin konnten 1,9 Prozent günstiger erworben werden. Für Nahrungsmittel mussten die Deutschen um 1,6 Prozent weniger Ausgaben erwarten.

Mit dem jetzigen Rückgang beruhigen sich auch die Spekulationen um eine Zinserhöhung und Restriktion der sehr lockeren Geldpolitik seitens der Europäischen Zentralbank.

Weniger Druck für die Europäische Zentralbank

Die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft entspricht jetzt wieder mehr dem angestrebten Wert von knapp unter zwei Prozent, der als Optimum für stabile Preise und Konjunktur definiert wird. Gleichzeitig nimmt die Entwicklung den Druck von der Europäischen Zentralbank, eine Wende in der Geldpolitik zu forcieren.

Im Februar waren die Teuerungsraten im Euro-Raum über die Zwei-Prozent-Hürde geklettert und hatten auf den Finanzmärkten zu Spekulationen über Zinserhöhungen geführt. Um der Gefahr einer Deflation entgegenzuwirken, hatte die EZB den Leitzins auf null gesenkt und mit dem Ziel, die Konjunktur anzukurbeln, Milliarden an Staatsanleihen-Käufen getätigt.

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  • Reiches Deutschland: Das private Geldvermögen der Deutschen ist im letzten Quartal 2016 auf ein Rekordhoch gestiegen. Größtenteils ist dies auf gesparte und gestiegene Löhne sowie das Börsenplus zurückzuführen.
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Quellen: Handelsblatt, Zeit

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