Deutsche sparen vor allem für privaten Konsum

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 01.05.2015

Wer spart, tut dies primär, um sich größere Anschaffungen leisten zu können. Konsum ist einer aktuellen Umfrage zufolge für die Bundesbürger der wichtigste Grund zum Sparen. Doch immerhin die Hälfte der Befragten denkt beim Sparen auch ans Alter. Dass Frauen shoppingwütiger sein sollen als Männer enttarnt die Studie als nicht zutreffendes Klischee.

Privater Konsum ist den Deutschen wichtiger als sparen für die eigene Altersvorsorge. Zu diesem Ergebnis kommt der die Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“ im Auftrag der Bank of Scotland. Das beleibteste Sparziel der Bundesbürger sei demnach die Erfüllung persönlicher Wünsche, beispielsweise für neue Möbel oder ein Auto, berichtet die „Welt“.

Konsum für Frauen weniger wichtig als für Männer

Die Ergebnisse der Umfrage, bei der auch geschlechtsspezifische Unterschiede berücksichtigt wurden, stellen einige Rollenklischees beim Umgang mit Geld infrage. So beispielsweise das Bild der konsumfreudigen Frau, die für ein neues Paar Schuhe bereitwillig ihre Kreditkarte zückt, aber sich wenig um ihre Altersvorsorge kümmert. Auf die Frage, was sie mit zehn Prozent mehr Geld in der Tasche machen würden, antworteten 26 Prozent der Männer mit „Ich würde dieses Geld ausgeben z. B. Shopping“). Von den befragten Frauen wählten nur 15 Prozent diese Antwort.

Ein Fünftel will zukünftig mehr sparen

Bezüglich der grundsätzlichen Sparbereitschaft gibt es keinen Unterschieden zwischen den Geschlechtern. 20 Prozent der Befragten gaben an, im in den kommenden zwölf Monaten mehr sparen zu wollen. Vorherrschender Grund für das Sparen sind sowohl bei Männern mit 72 Prozent als auch Frauen mit 75 Prozent größere Anschaffungen. Auf Platz zwei hinter dem privaten Konsum rangiert Geschlechter übergreifend mit knapp 50 Prozent die private Altersvorsorge auf Platz drei liegt das Sparen für Notfälle wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit.

Sparziele der Deutschen

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Geldanlage

Erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es bezüglich der idealen Geldanlage. Hier stellten sich die befragten Männer als deutlich risikofreudiger heraus. 25 Prozent nutzen bereits vermeintlich riskantere Anlageprodukte für ihre Altersvorsorge, bei den Frauen sind es nur 15 Prozent. 15 Prozent der Männer planen zudem, in den kommenden Monaten in Aktien oder Fonds zu investieren. Dies kommt nur für 6 Prozent der Frauen infrage. Die Ansprüche, die Frauen an eine langfristige Geldanlage stellen unterscheiden sich von denen der Männer: Sie darf keinen starken Schwankungen ausgesetzt sein und nur wenig kosten. Zudem muss sie leicht verständlich sein. Frauen legen zudem deutlich höheren Wert auf gute Erreichbarkeit eines Beraters, der für Männer eher nebensächlich ist.

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