Die Allianz startet stark ins Jahr

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.05.2017

Europas größter Versicherungskonzern kann gemäß seiner ersten Quartalszahlen 2017 zufrieden ins neue Jahr starten. Der operative Gewinn der Allianz stieg in den ersten drei Monaten im Vorjahresvergleich um gute neun Prozent an. Damit kommt der Münchener Versicherer auf 2,9 Milliarden Euro, die er nicht zuletzt der einst krisengeschüttelten US-Vermögensverwaltertochter Pimco verdankt. Einen Dämpfer erfährt die Allianz durch Faktoren wie das Schaden- und Unfall-Geschäft.

Die Allianz präsentiert mit ihrem ersten Quartalsbericht für 2017 einen starken Start ins neue Jahr. Trotz einiger Dämpfer im Schaden- und Unfall-Geschäft konnte der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als neun Prozent angehoben werden. Lohnende Geschäfte in den Vereinigten Staaten, besonders mit der einst krisengeschüttelten US-Vermögensverwaltertochter Pimco, verhelfen Europas größtem Versicherer zu einem operativen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro.

Auftrieb durch gute Geschäfte

Die konzerneigene Vermögensverwaltertochter Pimco konnte positiv überraschen. Die Kunden des Fondsanbieters aus Kalifornien brachten der Allianz 21 Milliarden Euro ein. Der Finanzvorstand Dieter Wemmer erklärte die Nettomittelzuflüsse Dritter mit „der überdurchschnittlichen Entwicklung in mehreren Anlagestrategien“. 

Das für Dritte verwaltete Vermögen, samt kleiner Vermögentochter Allianz Global Investors, wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 42 Milliarden auf 1,4 Billionen Euro an. Pimco verzeichnet inzwischen die höchsten Mittelzuflüsse seit 2013 und erhöht damit das operative Ergebnis der Allianz-Vermögensverwaltung um ein knappes Viertel auf 572 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Anstieg waren die Asset-Management-Sparte und die Lebensversicherung. Die Beiträge im letzten Bereich stiegen um 1,3 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro.

Dämpfer für die Allianz

Neben den guten Nachrichten gab es auch Dämpfer für die Allianz. Insbesondere das Schaden- und Unfallgeschäft bremste den Gewinn. Die Gründe dafür liegen zum Großteil in den vergleichsweise starken Sturmschäden Australiens und Europas. Mit einem um 12,7 Prozent gedrückten operativen Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro kamen diese den Versicherer teuer zu stehen. Zudem können Unfallopfer in Großbritannien, dank einer gesetzlichen Neuregelung, in Zukunft höhere Ansprüche von ihren Versicherern geltend machen. 

Laut Dieter Wemmer ist dies jedoch noch kein Grund zur Sorge: „Der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung ist auf einem guten Weg, das Gesamtjahresziel zu erreichen“. Für den Gesamtjahresausblick äußert sich der Finanzvorstand ein wenig vorsichtiger. Bei den derzeitigen Ergebnissen, und ohne das Eintreten unvorhergesehener Katastrophen, wird das operative Ergebnisziel für das laufende Jahr des DAX-30-Konzerns auf 10,3 bis 11,3 Milliarden Euro geschätzt.

Weitere Meldungen des Tages

  • Weiteres Wachstum: Die deutsche Wirtschaft hat im Vergleich zum Vorquartal um weitere 0,6 Prozent zugelegt. Neben den boomenden Exporten zogen auch die Investitionen an.
  • Gestiegene Inflation: Im April stieg die Inflation wieder leicht und zeigte eine Preissteigerung von zwei Prozent. Besonders Osterreisen verhalfen zu diesem von der EZB empfohlenen Idealwert.

Quellen: Handelsblatt, Wirtschaftswoche

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