Die Zinsen steigen: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.04.2018

Steigen die Zinsen demnächst? Bisher hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins zwar noch nicht angetastet, doch es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Zinsen wieder steigen. Sowohl für Sparer als auch für Immobilienkäufer ist das ein enorm wichtiger Faktor. Denn schon kleinere Änderungen von einem oder zwei Prozent können für Verbraucher Unterschiede von mehreren tausend Euro ausmachen.

Tatsächlich gibt es bereits erste Anzeichen für zaghafte Zinssteigerungen. So sind die Bauzinsen im vergangenen Jahr um etwa 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Wer ohnehin plant, eine Immobilie zu erwerben, sollte sich also beeilen und den Kredit möglichst schnell aufnehmen. Für Sparer geht der Ratschlag hingegen in die komplett andere Richtung: Sie sollten Geld kurzfristig anlegen und noch abwarten, bis die Zinsen richtig anziehen.

Was Kreditnehmer tun sollten

Glauben Kreditnehmer an die Zinswende, die in den kommenden Monaten oder Jahren voraussichtlich kommen wird, sollten sie Kredite so schnell wie möglich aufnehmen. Denn wenn die EZB die Leitzinsen erhöht, steigen auch die Kosten für Baufinanzierungen und Ratenkredite. Aber: Die Kreditaufnahme sollte trotzdem nicht leichtfertig vollzogen werden. Wer bereits laufende Darlehen tilgt, sollte über eine mögliche Umschuldung nachdenken. Bieten Banken für die Verlagerung des Kredits günstigere Zinsen, ist ein Wechsel grundsätzlich zu empfehlen. 

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¹ 1.000 € Nettokreditbetrag, 0,00% eff. Jahreszins, 0,00% geb. Sollzins p.a., 12 Monate, Gesamtbetrag 1.000 €, mtl. Rate 83,33€, Fidor Bank AG, Sandstr. 33, 80335 München | Entspricht zugleich dem repr. Bsp. gem. §6a PAngV.

Ein besonderes Augenmerk gilt zudem Immobilienfinanzierungen. Entscheiden sich Verbraucher für den Kauf oder Bau einer Immobilie, sollte die Zinsbindungsphase so lange wie möglich gewählt werden. Als Minimum sind derzeit 15 Jahre zu empfehlen, besser wären sogar 20 oder 25 Jahre.

Was Sparer tun sollten

Zwar wirft Tagesgeld im Moment kaum Zinsen ab, ein gut gefülltes Tagesgeldkonto ist aber vor dem Hintergrund bald steigender Zinsen trotzdem keine schlechte Idee. Kommt die Zinswende, können Sparer das Geld flexibel und ohne Kündigungsfrist investieren.

Anders sieht es bei Festgeldern aus. Wer aktuell noch Festgeld anlegen möchte, sollte die Laufzeit auf maximal zwei bis drei Jahre setzen. Trotz steigender Zinsen sind breit gestreute Aktieninvestitionen übrigens immer noch eine gute, renditestarke Empfehlung.

Quelle: Spiegel

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