Digitalwährung Bitcoin mit starken Einbußen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.01.2017

Nach einer wochenlangen Rekordjagd musste die noch relativ unbekannte digitale Währung Bitcoin in der letzten Woche eine scheinbar bodenlose Talfahrt miterleben. Noch vor einer Woche erreichten Bitcoins den höchsten Stand aller Zeiten. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg stand die Währung letzte Woche an ihrem Zenit von 1.161 Dollar. Mittlerweile ist sie auf unter 753 Dollar abgestürzt. Als Hauptgrund nennt der Handel die angedrohte Regulierung der Digitalwährung von der chinesischen Regierung.

Am Donnerstag musste der Bitcoin sowie seine Investoren die bisher schwerste Enttäuschung hinnehmen: Nach dem scheinbaren Aufschwung der Internet-Währung auf ein Rekordhoch von 1.161 Euro sank der Kurs um über ein Drittel auf 753 Euro - und damit auf den tiefsten Stand seit langer Zeit. Auslöser ist anscheinend die chinesische Regierung, welche die Digitalwährung stärker regulieren möchte.

Der Bitcoin-Betreiber BTCC traf sich am Mittwoch mit Vertretern der chinesischen Notenbank und anderen Behörden. Damit möchte man der Panik am Markt die Luft nehmen. Die Online-Handelsplattform regt ihre Kunden dazu an, Medienberichte „rational und behutsam zu bewerten“, um den Kurssturz aufzuhalten.

Das ist die Internet-Währung Bitcoin

Der Bitcoin ist die bekannteste Form der so genannten Digitalwährungen, die im Internet entstanden sind und auch nur dort Verwendung finden. Die Bitcoins werden in komplexen Rechen-Prozessen auf Computern der Privatpersonen generiert, welche die Währung nutzen möchten. Bei Transaktionen kommt die so genannte Blockchain-Technologie - eine verschlüsselte Datenbank, auf der alle Transaktionen gespeichert werden - zum Einsatz, die dem Nutzer Anonymität gewährt.

Ursprünglich war die Währung nur in Hackernetzwerken verbreitet; der Erfinder der Bitcoins ist anonym. Möchte man Bitcoins erwerben, so geht das ganz unkompliziert: Käufer tauschen einfach klassische Währungen, also etwa Dollar, Euro oder Yuan, online gegen Bitcoins. Die gesamte Anzahl aller Bitcoins soll bei 21 Millionen Stück gestoppt werden, um eine übermäßige Inflation zu vermeiden. Davon ist bisher ungefähr die Hälfte im Umlauf.

Bitcoin: Ein System für die Zukunft?

Ob der Bitcoin sich als Währung der Zukunft durchsetzen wird, ist noch stark umstritten. Experten sehen die Digitalwährung eher als spannendes Experiment an als eine ernstzunehmende Bezahlmethode. Hauptnutzer sind Fans der Währung oder wohlhabende Anleger aus Schwellenländern.

Ein Hintergrund der Einführung war, ein libertäres Zahlungsmittel herauszubringen, das unabhängig von Banken und Staat funktioniert. Vergangenes Jahr hatte die schwedische Zentralbank darüber nachgedacht, eine ähnliche digitale Währung auf den Markt zu bringen.

Quellen: RP Online, Handelsblatt

 

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