Durchbruch für E-Autos in Deutschland?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.04.2019

Die Begeisterung für E-Autos ist in Deutschland noch immer zurückhaltend. Eine neue Innovation soll das nun bald ändern: Die „Superbatterie“ der Firma Innolith. Diese soll eine Fahrt von bis zu 1.000 Kilometern ohne zwischenzeitlichen Ladevorgang ermöglichen.

Innolith setzt bei der Batterie auf den Verzicht brennbarer, organischer Stoffe und verunreinigter Elektrolyte. Das Konzept scheint sich zu bewähren und könnte dafür sorgen, dass Deutschland seine E-Auto-Batterien nicht länger aus Asien importieren muss.

1.000 KM Reichweite, 55.000 Ladezyklen

Ein alternativer Antrieb durch Strom macht das E-Auto eigentlich beliebt; doch ein Faktor trübt die Begeisterung in Deutschland. Dass der Kern des Autos, seine Batterie, hierzulande nicht gefertigt werden kann. Stattdessen wird sie aus Asien importiert. Das könnte sich aber bald ändern: So entwickelten Forscher von Innolith nun eine Batterie, die schon jetzt gern als „Superbatterie“ für die E-Autoindustrie bezeichnet wird. Der Grund ist nicht nur die große Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern ohne zusätzlichen Ladezyklus. Für die Batterie sprechen auch die fehlende Brandgefahr, die höhere Anzahl von Ladezyklen gegenüber Lithium-Ionen-Batterien und der Verzicht auf bestimmte, organische Materialien.

Die rund 60 in Bruchsal beschäftigten Innolith-Ingenieure und Techniker aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichten von 55.000 möglichen Ladezyklen. Das entspricht rund dem zehnfachen Wert des Durchschnitts bei der Lithium-Ionen-Batterie. Dass dies kein utopischer Wert ist, zeigen die Ergebnisse konkreter Messungen.

Mehrwert bei „Superbatterie“ zu erwarten

Die Kritik an der Idee, eine eigene Batteriezellenfertigung hierzulande zu entwickeln, ließ aber nicht lange auf sich warten. So erscheint es vielen sinnlos, Steuergelder für ein solches Vorhaben einzusetzen, wenn auch die bisherige Alternative mit dem Asien-Import funktioniert. Doch wenn sich das Konzept von Innolith bewährt, ist ein technologischer Mehrwert gegeben und hängt die Konkurrenz aus Asien bald ab. Dann könnte Deutschland schon in den letzten Jahren zu viel in ein eigentlich veraltetes Produkt investiert haben.

Auch merkte Innolith an, dass es ohnehin genügend Einsatzgebiete für beide Arten von Batterien gebe. Sogar die Anwendung in anderen Bereichen als der E-Autoindustrie erscheint grundsätzlich möglich; beispielsweise im Mobilfunkbereich. Frühestens in zwei bis fünf Jahren wäre das Unternehmen mit der „Superbatterie“ bereit für die Massenfertigung. Dann zeigt sich, ob sich der zu erwartende Erfolg auch tatsächlich einstellt.

Quelle: welt.de

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