EEG-Umlage steigt 2017 auf 6,88 Cent

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.10.2016

Angesichts der wachsenden Mengen an Wind- und Solarenergie, die in die Stromnetze eingespeist werden, war ein weiterer Anstieg der EEG-Umlage bereits absehbar. Schließlich wird der Ökostrom durch die Umlage subventioniert. Nun steht erstmals eine konkrete Zahl im Raum: Um acht Prozent wollen die Netzbetreiber die Umlage erhöhen.

Dass die EEG-Umlage 2017 weiter steigen wird, haben Experten bereits seit Längerem prognostiziert. Nun ist eine konkrete Zahl durchgesickert: Auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde soll die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien im kommenden Jahr steigen. Das geht aus einem exklusiven Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) hervor, die sich auf Informationen aus Netzbetreiberkreisen beruft.

Netzbetreiber bleiben mit Erhöhung der EEG-Umlage unter Prognosen

Aktuell liegt die EEG-Umlage bei 6,35 Cent pro Kilowattstunde, die geplante Anhebung würde also ein Plus von immerhin acht Prozent bedeuten. Damit erreicht die EEG-Umlage zwar einen neuen Höchststand. Allerdings bleiben die Netzbetreiber damit unter den Prognosen der Klimaschutzorganisation Agora Energiewende, die für 2017 ein Rekordhoch von mehr als sieben Cent EEG-Umlage berechnet hatte. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW sind verpflichtet, die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr im Oktober zu berechnen. Am Freitag, den 14. Oktober, wollen die Netzbetreiber die Zahl offiziell vorstellen.

Mehrausgaben von 20 Euro pro Jahr durch Erhöhung der EEG-Umlage

Für einen Durchschnittshaushalt mit drei Personen und einem Verbrauch von 3.800 Kilowattstunden pro Jahr würde die geplante Erhöhung um gut 20 Euro höhere Stromkosten aufgrund der Subventionierung von Ökostrom bedeuten. Singlehaushalte mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden würden dementsprechend 2017 knapp 16 Euro mehr für ihren Strom bezahlen. Die EEG-Umlage muss von den Stromanbietern an den jeweils zuständigen Netzbetreiber gezahlt werden, also nicht zwingend vom Stromkunden direkt. Allerdings reichen die meisten Stromversorger die Umlage an die Haushalte weiter. Ein Anbieterwechsel kann aber dennoch dafür sorgen, dass am Ende des Monats ein paar Euro mehr auf dem Girokonto sind. Denn beim reinen Strompreis je Kilowattstunde gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Anbietern. 

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

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