Einigung auf Reformpakt für Griechenland

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 12.02.2017

Insidern zufolge hat sich der Internationale Währungsfond (IWF) mit Vertretern der Euro-Zone auf ein Hilfsprogramm für Griechenland geeinigt. Ein Treffen zur Abstimmung mit der griechischen Regierung sei in Brüssel bereits angesetzt. Noch ist jedoch völlig unklar, ob Griechenland auf die Forderungen eingehen wird. Gäbe es eine gemeinsame Position des IWF und der Euro-Zone, wäre dies der Durchbruch nach monatelangem Streit in der Schuldenfrage. Eine Einigung ist zur Auszahlung aus dem Hilfsprogramm unumgänglich.

Europäer und der Internationale Währungsfond haben sich offenbar auf ein Reformpaket für Griechenland geeinigt. Zur Abstimmung mit der griechischen Regierung wurde bereits ein Treffen in Brüssel angesetzt. Nach monatelangem Ringen um die Bedingungen scheint eine gemeinsame Position von IWF und Euro-Zone in greifbarer Nähe. Doch obwohl eine Einigung aller Parteien für die Auszahlung aus dem Hilfsprogramm nötig ist, ist die Entscheidung Griechenlands noch völlig offen.

Erste gemeinsame Position

Offenbar haben Europäer und IWF endlich eine Eignung in der Frage um die griechischen Schulden erreicht. Aus Insiderkreisen heißt es, dass sich die Vertreter telefonisch auf ein Reformpaket verständigt hätten. Das Übereinkommen gilt als großer Fortschritt. Der IWF gesteht den Europäern, zum Zweck der Rettung und nach langem Ringen, einen Primärüberschuss des BIP von 3,5 Prozent zu. Dies gilt jedoch nur für den begrenzten Zeitraum bis 2019. In wenigen Tagen sollen die Anforderungen an die griechische Regierung in Brüssel vorgetragen werden.

Neue Hoffnung für Athen?

Seitens der griechischen Regierung soll der Finanzminister Euklid Tsakalotos anwesend sein. Die Frage, ob Athen auf die Forderungen eingehe, sei hingegen noch ungeklärt. Sollte es zu einer Einigung kommen, würden abgesandte Kontrolleure der Geldgeber erneut nach Griechenland zurückkehren. Inhalte der Sparauflagen ab 2020 seien bisher unklar. Die Verhandlungskreise wollen diese erst später klären und zeitgleich über weitere Erleichterungen der Staatsverschuldung diskutieren.

Von der IWF waren diese weiterhin gefordert worden, während die Bundesregierung ablehnend reagierte. Der Europadirektor des Internationalen Währungsfonds Poul Thomsen führte dazu kürzlich Gespräche mit dem Finanzministerium. Die ambitionierten Haushaltsziele Griechenlands sollen langfristig angelegt sein. Die Athener Regierung müsste sich demnach auf eine permanente Strukturreform einlassen.

Quellen: Handelsblatt, ORF

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