Elektrisierende Förderung von Ladesäulen

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 15.02.2017

Ein Förderprogramm der Europäischen Union soll Elektroautos attraktiver machen, indem die Infrastruktur für E-Cars durch 15.000 Ladesäulen aufgestockt wird. Private Investoren und Kommunen können Förderungen aus dem 300 Millionen Euro starken Programm erhalten, das nun durch eine Kommission genehmigt wurde. Ab dem 1. März bis ins Jahr 2020 sollen so 5.000 Schnellladestationen und 10.000 normale Stationen errichtet werden.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums kommen gute Zeiten auf E-Autofahrer zu. Eine Kommission der Europäischen Union hat das Förderprogramm in Höhe von 300 Millionen Euro genehmigt. Von Kommunen und privaten Investoren können diese Gelder beantragt werden und in den Bau von elektronischen Ladesäulen fließen. Ab dem ersten März sollen bis 2020 so 5.000 schnellladende und nochmals doppelt so viele normale Stationen errichtet werden.

Förderung der E-Infrastruktur

In den nächsten 13 Jahren sollen 100 Millionen Euro des Pakets den Bau von 10.000 Ladesäulen in Metropolen fördern. Weitere 200 Millionen liegen zur Errichtung von halb so vielen schnellladenden Stationen bereit. Die Voraussetzung zur Beantragung durch Investoren und Kommunen ist der öffentliche Zugang und eine Stromversorgung aus erneuerbaren Energien. Bisher galt die geringe Infrastruktur, trotz Förderungen und Versicherungsvorteilen, als Grund für die schwache Nachfrage nach E-Wagen. 

Die Nationale Plattform Elektromobilität schätzt den finanziellen Aufwand für die normalen Stationen auf etwa 10.000 und für die schnellladenden Varianten auf etwa 35.000 Euro. Bei ersteren entfällt etwa die Hälfte der Kosten auf Hardware, die Blitzlader benötigen hingegen mit 25.000 Euro fast drei Viertel des Gesamtpreises dafür. Je nach individuellen Bedingungen können die Aufwendungen jedoch noch höher liegen.

Wirtschaftlichkeit und Kosten

Mit der Förderung soll ein Anreiz geschaffen werden, den Schadstoff-Ausstoß mit alternativen Antrieben zu senken. Die Wirtschaftlichkeit der Ladesäulen ist jedoch noch schwer zu erbringen. Laut NPE müssten die schnellladenden Säulen von mindestens zehn Fahrzeugen pro Tag angefahren werden. Die Kunden müssten sich außerdem bereit erklären, neben den Stromkosten bis zu zwei Euro Ladegebühr zu erbringen. Die herkömmlichen Stationen sind auch hier um die Hälfte günstiger.

Quellen: Welt, Autohaus

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