Ende des Immobilienbooms in Metropolen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.02.2017

Seit Jahren klagen Interessenten über die rasant steigenden Immobilienpreise in Deutschlands Städten. Insbesondere in Metropolen und Universitätsstandorten herrscht Knappheit bei den immer teureren Objekten, deren Kaufpreis kaum noch im Verhältnis zur Miete steht. Doch Branchenexperten rechnen nun mit einer Trendwende. Laut eines Gutachtens könnte der Teuerungstrend in einigen Großstädten bald ein Ende finden.

Die zuletzt nochmals kräftig gestiegenen Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Deutschlands Metropolen könnten bald sinken. Jahrelang kletterten insbesondere in Universitäts- und Großstädten mit üblicher Wohnungsknappheit die Preise in schwindelnde Höhen. Immobilienmärkten in Metropolen, in denen der Kaufpreis kaum im Verhältnis zur Miete steht, gibt nun ein Branchengutachten Grund zur Hoffnung. Aus Sicht der Experten könnte es in einigen Städten zur Trendwende kommen.

Das Ende des Höhenflugs

Höhere Einkommen, niedrige Zinsen und starker Zuzug brachten Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten zum Boomen. Laut der sogenannten Immobilienweisen des ZIA Branchenverbandes könnte es mit der Wende in diesen Faktoren nun auch zu sinkenden Preisen kommen.

Das Gremium aus Beratungs- und Forschungsunternehmen begründet die Einschätzung unter anderem im Nachlassen des Metropolenzuzugs bei verstärktem Wohnungsbau. In Städten wie Berlin oder München steigt die Zahl der Baugenehmigungen rasant und so könnten Wohnungen innerhalb der nächsten fünf Jahre um bis zu ein Drittel günstiger werden. Auch Interessenten in Hamburg und Frankfurt könnten von der Entwicklung profitieren und mit vergleichsweise niedrigeren Immobilienkrediten fündig werden.

Weit übertriebene Preise

Die Preise für Eigentumswohnungen lagen laut der Immobilienweisen im Schnitt 8,4 Prozent höher als im Vorjahr. Insbesondere in den „Top 7“, Hamburg, Berlin, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart, wächst die Immobilienblase. Bei den Mietpreisen geriet der Anstieg ins Stocken. Während er im Vorjahr noch bei 3,4 Prozent lag, legte er jetzt nur um etwa 2,6 Prozent zu. Der mittlere Mietpreis liegt so bei über 7,20 Euro pro Quadratmeter.

Zum fünften Jahr in Folge herrscht damit ein stärkerer Anstieg bei Kaufpreisen als bei Mietobjekten. Der Preistrend bringt jedoch auch neue Eigentümer in den Druck der Refinanzierung durch erhöhte Mieten. Insgesamt schätzen die Experten die Kosten zum Erwerb in Deutschland rund 16 Prozent zu hoch ein. In Städten und Ballungsräumen läge diese Zahl jedoch noch weit höher. Mit 40 Prozent in Frankfurt, 50 Prozent in Köln und 75 Prozent in München dürfte Kaufinteressenten eine rückläufige Entwicklung entgegenkommen.

Quellen: Spiegel.de, n-tv.de

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