Energiepreise fallen 2015 auf Rekordtief

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 22.12.2015

Im laufenden Jahr sind die Energiepreise außergewöhnlich stark gesunken. Dadurch waren für Verbraucher große Einsparungen möglich. Ein Grund für den Rückgang waren die fallenden Rohölpreise der vergangenen 18 Monate, die Heizöl und Kraftstoffe deutlich günstiger werden ließen. Auch der Strompreis ist leicht zurückgegangen.

Die Energiepreise in Deutschland sind 2015 so stark gefallen wie seit 25 Jahren nicht mehr. Wie die „Zeit“ berichtet, war bereits in den ersten Monaten des Jahres ein Rückgang um 6,6 Prozent zu beobachten, im Dezember sind die Preise dann noch einmal deutlich gesunken. Einer der Gründe ist der Rückgang der Rohölpreise.

Rückläufige Energiepreise sorgen für Milliardenersparnis

Deutsche Verbraucher konnten 2015 durch die rückläufigen Energiepreise im Vergleich zum Preisniveau des Vorjahres insgesamt rund neun Milliarden Euro sparen. Das ergeben Schätzungen der European Climate Foundation. Derart starke Einbrüche bei den Energiepreisen waren in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in Verbindung mit Wirtschaftskrisen aufgetreten. Durch den Rückgang wird nun auch wieder ausgeglichen, dass die Energiepreise in den vergangenen Jahren stetig angestiegen sind. Erstmals seit zehn Jahren ist 2015 auch der Preis für Strom gesunken, und zwar um 1,4 Prozent von 29,53 Cent auf 29,11 Cent pro Kilowattstunde. Trotz dieses leichten Rückgangs befinden sich die Strompreise im Zehnjahresvergleich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

 

Rohölpreise lassen Energiekosten sinken

Bereits seit Mitte 2014 fallen die Rohölpreise stetig. Während im Juni 2014 der Kurs für ein Barrel Rohöl an den Weltmärkten bei durchschnittlich 110 US-Dollar lag, fiel er zuletzt auf unter 50 US-Dollar. Dementsprechend konnten deutsche Verbraucher vor allem bei Heizöl (Rückgang von 22 Prozent gegenüber 2014) und Kraftstoffen (Rückgang von 9 Prozent) sparen, wo die Preise sich in Abhängigkeit zu den Rohölpreisen entwickeln. Hier war 2015 innerhalb der vergangenen zehn Jahre ein Rekordtief zu verzeichnen. Die ebenfalls gesunkenen Ausgaben der Deutschen für Fernwärme und Zentralheizung sind allerdings eher auf den milden Winter zurückzuführen als auf den Rückgang der Rohölpreise.

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