Die Entwicklung der Mietpreise 2015

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 13.02.2015

Seit einigen Jahren steigen sowohl der Kaufpreis für Wohneigentum als auch der Mietpreis konstant an. Im letzten Jahr hat sich dieser Trend offenbar abgeschwächt. Ein Gutachten zeigt, dass sich die Aufwärtsentwicklung des Mietpreises 2014 verlangsamt hat. Die Verfasser der Studie, ein Immobilienverband, übt zudem im Rahmen der Studie zugleich Kritik an der Mietpreisbremse.

Voraussichtlich werden die Kauf- und Mietpreise für Wohnungen 2015 nicht mehr so stark ansteigen wie in den vergangenen Jahren. Zu diesem Schluss kommt der Zentrale Immobilienausschuss (ZIA) dem „Spiegel“ zufolge in seinem Frühjahrsgutachten. Es gibt allerdings Ausnahmen: Metropolen und beliebte Regionen werden von dieser Entwicklung vermutlich ausgenommen sein.

Mietpreise im Osten und Westen

Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, sind im Jahr 2014 die Angebotsmieten im Westen Deutschlands um 2,7 Prozent und im Osten um 1,9 Prozent gestiegen. Dies bedeutet eine deutliche Verlangsamung der Aufwärtsentwicklung beim Mietpreis. Im Jahr zuvor waren die Mieten mit 2,5 Prozent im Osten und 3,3 Prozent im Westen noch deutlich stärker angestiegen. In den Ballungsräumen übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum allerdings weiterhin das Angebot. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, ergänzt dazu: „Neben der hohen Nachfrage treiben auch höhere Preise für Bauland, strengere Regulierung und immer schärfere Vorgaben bei der Energieeffizienz die Kaufpreise und Mieten.“ Das Gutachten nutzte der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft außerdem, um die geplante Mietpreisbremse zu kritisieren. Gegenüber dem „Spiegel“ erklärte Mattner, „die Sorge vor unbegrenzt steigenden Wohnungsmieten“ sei unbegründet.

Immobilienfinanzierungen sind immer noch günstig

Im Augenblick sind Baufinanzierungen sehr günstig. Ein Grund dafür ist unter anderem die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB): Der angekündigte Kauf von Staatsanleihen hat die Zinsen für die Immobilienkredite fallen lassen, wie das "Handelsblatt" kürzlich berichtete. Für Verbraucher, die am Kauf von Wohneigentum interessiert sind, ist die aktuelle Situation also günstig. Allerdings sollte trotz guter Konditionen im Vorfeld geprüft werden, ob die finanzielle Mehrbelastung individuell tragbar ist.

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