Erben und Trennungen: Immer mehr Zwangsversteigerungen von Immobilien

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 08.08.2018

Die Teilungsversteigerung als solche ist immer dann notwendig, wenn sich Erben oder geschiedene Eheleute nicht darüber einig werden können, was mit der gemeinsamen Immobilie geschieht. Das Problem an der Zwangsversteigerung: Sie geht fast immer mit finanziellen Einbußen für die Betroffenen einher. Denn die hier erzielten Verkaufserlöse liegen meist unterhalb dessen, was bei einem normalen Verkauf erzielt werden kann.

Zahl der Versteigerungen steigt im ersten Halbjahr 2018

Der Fachverlag Argetra hat aktuelle Zahlen zu Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland ausgewertet. Dazu haben die Experten für das erste Halbjahr 2018 die Versteigerungen an rund 500 Amtsgerichten untersucht. Das Ergebnis: Nahezu jedes zweite Grundstück (42 Prozent) und etwa jedes fünfte Ein- oder Zweifamilienhaus, das von einer Zwangsversteigerung betroffen ist, sei aus Gründen einer Teilungsversteigerung angeboten. Wer sich im Streit von einer Immobilie oder einem Grundstück per Zwangsversteigerung trenne, müssen dabei fast immer einen niedrigen Verkaufspreis hinnehmen, so Argetra-Geschäftsführer Axel Mohr.
Insgesamt ging die Zahl der Zwangsversteigerungen im ersten Halbjahr allerdings zurück. Wegen der niedrigen Zinsen können viele Schuldner ihre billigen Immobilienkredite leichter bedienen. So sank die Zahl der aus einer Zwangsvollstreckung resultierenden Versteigerungen insgesamt um 2.300 Fälle auf 11.836. Bei den Teilungsversteigerungen war jedoch ein positiver Trend zu erkennen: Die Anzahl nahm um 184 auf 2.063 Fälle zu. Hintergrund für diese Versteigerungen sind insbesondere Streitigkeiten über die Nutzung einer Immobilie, insbesondere wenn ein oder mehrere Eigentümer in der Immobilie leben.

Quelle: wiwo.de

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