Erfolgreiche Umrüstung nach Abgasskandal

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 25.01.2017

Deutschlands größtes Unternehmen kämpft mit den Nachwehen des Diesel-Skandals im Jahre 2015. Volkswagen hatte Millionen Dieselautos manipuliert und so niedrigere Abgaswerte erreicht. Nach der Einigung auf einen Milliarden-Ausgleich gibt es nun zumindest gute Nachrichten für die Umwelt: Laut eines ADAC-Tests liegt der Stickoxid-Wert, dank eines Software-Updates sowie der Nachrüstung der Fahrzeuge, bei den Modellen Golf und Polo um bis 57 Prozent niedriger.

Nach der Umrüstung und einem Update der Software zeigen Volkswagens Diesel-Fahrzeuge einen erheblich niedrigeren Stickoxid-Ausstoß. Bei Fahrzeugen der Golf VI Reihe konnte der Wert, dank eines Strömungsgleichrichters, sogar um bis zu 57 Prozent reduziert werden. Infolge des Abgasskandals im September 2015, in dem manipulierte Werte bei Millionen Fahrzeugen ermittelt wurde, hatte der Konzern sich auf einen Milliarden-Ausgleich geeinigt. Der ADAC-Test zeichnet nun ein positiveres Bild vom der Umwelt-Bilanz VWs.

Umrüstung im großen Stil

Nachdem die Manipulation der Abgas-Werte durch illegale Abschaltanlagen in den Motoren bekannt geworden war, einigte sich Volkswagen auf eine entsprechende Nachrüstung. Bereits im letzten Jahr hatte der Konzern den ADAC mit der Inspektion der optimierten Fahrzeuge beauftragt. Der Kfz-Versicherer und Deutschlands größter Automobil-Club bescheinigt Volkswagen nun eine erfolgreiche Umrüstung der Diesel-Autos. 

Der Test von drei Fahrzeugen, dem VW Golf 2.0 TDI, VW Polo 1.2 TDI und VW Golf VI Variant 1.6 TDI, zeigte eine deutliche Reduktion der Abgase. Bei dem Durchlauf eines VW-Golfs konnten weniger Stickoxide festgestellt werden und auch bei den 1.6-Liter-Motoren scheint das Upgrade erfolgreich. Der Leiter des Technikzentrums räumte ein, dass nur die direkt durch den Automobilclub getesteten Fahrzeuge beurteilt werden können. Diese zeigen jedoch einen deutlichen Vorteil für die Umwelt.

Ein Verfahren ohne Probleme?

Der Konzern hatte dem ADAC nicht nur das reguläre Test-Verfahren des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) aufgetragen. Neben diesem wurde ein eigenes System initiiert, das weit strenger als das übliche Verfahren sein solle. Während eine Variante des Golfs im Test einen Schadstoff-Rückgang um über die Hälfte erzielen konnte, stieg der Kraftstoffverbrauch um bis zu 2,5 Prozent. 

In der Vergangenheit hatten einige Halter von umgerüsteten Fahrzeugen bereits über Probleme mit unruhigem Motorlauf oder dem Verbrauch berichtet, die von Volkswagen jedoch als Einzelfälle deklariert wurden.

Quellen: Neue Osnabrücker Zeitung, Focus, Zeit 

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