Erstmals seit 2000: Stromversorger senken Preise

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 16.04.2015

Erstmalig seit dem Jahr 2000 haben Stromversorger ihre Preise gesenkt – allerdings nur geringfügig. Eine deutliche Reduzierung der Stromkosten ist für Verbraucher bislang noch nicht spürbar. Trotz erheblich gesunkener Einkaufspreise am Strommarkt stieg der Strompreis bislang kontinuierlich. Mehr als die Hälfte des Strompreises setzt sich aus Steuern und Abgaben zusammen.

Die deutschen Stromversorger haben zum ersten Mal seit 15 Jahren ihre Preise leicht gesenkt. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) jüngst bekannt gab, zahlt ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) jetzt rund 84 Euro monatlich für Strom.

Verdoppelung der Stromkosten seit 2000

2014 lagen die monatlichen Stromkosten eines Beispielhaushalts mit drei Personen mit 85 Euro knapp darüber. Im Jahr 2000 musste mit 40,66 Euro monatlich weniger als die Hälfte für Strom gezahlt werden. Über die Hälfte des Strompreises machen aktuell Steuern und Abgaben wie beispielsweise die EEG-Umlage aus. Grund für den leichten Rückgang der Stromkosten von etwa einem Prozent sind vor allem die geringeren Einkaufspreise am Strommarkt. Zudem ist die EEG-Umlage leicht gesunken.

Stromversorger geben Preissenkungen kaum an Verbraucher weiter

Verbraucherschützer bemängeln jedoch, dass die Stromversorger die gesunkenen Preise an den Strombörsen nicht in ausreichendem Maß an die Stromkunden weitergeben. Nach Informationen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind die Einkaufspreise von 2010 bis 2014 um rund 25 Prozent gesunken. Bislang hatte dies jedoch keine Auswirkungen auf die Stromkosten der Verbraucher. Da nun Bewegung in den Strommarkt zu kommen scheint, empfiehlt sich für Stromkunden ein regelmäßiger Strompreisvergleich, um gegebenenfalls zu einem günstigeren Stromversorger zu wechseln.

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