Erwerbsminderungsrente: Änderung ab Februar

Zuletzt aktualisiert am 31.01.2019

Eine neue Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente sorgt ab Februar für eine Beitragserhöhung. Wer im Januar 2019 erwerbsunfähig wurde und die Rente bezieht, ist rückwirkend ebenfalls von der Anpassung betroffen und erhält ca. 90 Euro mehr im Monat.

Allerdings sind Menschen, die bereits seit 2018 oder früher Erwerbsminderungsrente beziehen, von den Änderungen ausgenommen. Ihre Beiträge berechnen sich nach wie vor aufgrund der bislang geltenden, fiktiven Einzahlungszeit in die Rentenversicherung.

Längerer fiktiver Einzahlungszeitraum ab Februar

Wer aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann, darf in Deutschland die so genannte href="https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/erwerbsminderungsrente" target="_blank" title="Erwerbsminderungsrente"> Erwerbsminderungsrente beziehen. Dieser Beitrag sichert die Zahlung der Kosten für den weiteren Lebensunterhalt auch ohne das regelmäßige Einkommen. Bisher wurden Betroffene so behandelt, als hätten sie 62 Jahre und drei Monate gearbeitet und demzufolge auch in die Versicherung eingezahlt. Anhand dieser fiktiven Einzahlungszeit in die Rentenversicherung wurde die Rente berechnet, die dem Betroffenen zustand.

Zum 1. Februar 2019 wird dieser Zeitraum auf das vollendete 65. Lebensjahr erhöht. Wer ab diesem Zeitpunkt oder auch ab dem 1. Januar 2019 Erwerbsminderungsrente bezieht, erhält also mehr Geld im Monat. Ein durchschnittlich Verdienender, der im Jahr 2019 erwerbsunfähig wird und die Rente beantragen muss, darf auf ca. 90 Euro mehr monatlich hoffen, als es in den vorherigen Jahren der Fall gewesen wäre.

Wichtig: Erhöhung betrifft nur Erwerbsunfähige ab 2019

Hohe Abschläge in Bezug auf die reguläre Rente waren bisher an der Tagesordnung für Menschen, die nach einem Unfall oder einer Krankheit erwerbsunfähig wurden. Bis zum Jahr 2014 wurden die fiktiven Einzahlungen in die Rentenversicherung sogar nur bis zum 60. Lebensjahr angenommen – es gab also deutlich geringere Beiträge.

Ein kleines Manko besteht allerdings trotz der nicht unerheblichen Erhöhung: Sie betrifft zwar rückwirkend Menschen, die seit Januar dieses Jahres erwerbsunfähig sind. Alle, die bereits im Vorjahr oder zu einem früheren Zeitpunkt betroffen waren, sind von der Anpassung aber ausgenommen und erhalten die bisher berechneten Beiträge auch weiterhin.

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