EU einigt sich auf neue Energielabel

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 23.03.2017

Schluss mit Plus, Plus, Plus: Die Europäische Union ist über neue Kennziffern für Energiespargeräte übereingekommen. Die diffusen Angaben mit immer mehr Pluszeichen zur Erweiterung sollen einer übersichtlichen Skala weichen. In vermutlich zwei Jahren wird die Energieeffizienz auf Waschmaschinen, Kühlschränken und anderen Geräten in Buchstaben von A bis G angegeben. Diese Wertung bestand bereits, musste aufgrund von modernen Geräten jedoch „aufgeplust“ werden.

Die Skala zur Kennung von technischen Geräten wie Kühlschränken oder Spülmaschinen soll vereinfacht werden. Die Europäische Union einigte sich am Dienstag auf neue Kennziffern, die von A bis G reichen. Diese Regelung bestand vor Jahren bereits, musste aufgrund immer modernerer Geräte jedoch durch Pluszeichen ausgeweitet werden. Die unübersichtlichen Label bis A+++ werden voraussichtlich in zwei Jahren vereinfacht, um sparsame Geräte für Verbraucher leichter erkennbar zu machen.

Aus für A+++

Seit 20 Jahren gibt es die Kennzeichnung für den Energieverbrauch und es ist keine neue Neuerung, die von der Europäischen Union am Dienstag verkündet wurde. EU-Kommission und -Rat teilten die Einigung von Mitgliedsländern und dem Europaparlament mit. Gut zwei Jahre soll es jetzt noch dauern, bis die neuen Etiketten ihren Weg in den Handel finden und helfen sollen, sparsame Geräte zu erkennen.

Schon einmal galten die neu verabschiedeten Kategorien von A für Energiesparer bis G für hohen Strombedarf. Die mit technischen Neuerungen verbundenen Erweiterungen durch Pluszeichen werden mit aktuellen Kriterien neu justiert. Teil des Beschlusses war auch eine regelmäßige Anpassung neuer Standards. Nun muss die Entscheidung noch von den Mitgliedsländern und dem EU-Parlament angenommen werden und kann dann fünfzehn Monate später zur Anwendung kommen.

Gute Nachrichten für Verbraucher

Laut Maroš Šefčovič, dem Kommissar der Energieunion, sei eine solche Anpassung längst nötig gewesen. Für bessere Transparenz beim Einkauf können Verbraucher zudem bald auf eine Produktdatenbank zugreifen. Diese enthält alle Daten zum Energieverbrauch, um eine individuellere Recherche zum sparsamsten Gerät zu fundieren. Umfragen zeigten, dass 85 Prozent aller Europäer auf die Kennung dieses Energielabels achten.

Für Umwelt-Kommissar Arias Cañete geht die Neuregelung sowohl für Kunden als auch die Umwelt auf. Energiesparende Geräte und eine bessere Kennzeichnung könnten Haushalten fast 500 Euro jährlich sparen und die Umwelt weniger belasten. Die Energieersparnis könnte sich insgesamt auf den jährlichen Verbrauch des Baltikums und Italiens belaufen.

Quellen: Zeit, Spiegel

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