Mehr Falschgeld im Umlauf denn je

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 27.07.2015

Laut Informationen der Bundesbank war in Deutschland seit der Einführung des Euros noch nie so viel Falschgeld im Umlauf wie derzeit. Mehr als 50.000 gefälschte Banknoten haben Geldfälscher in der ersten Jahreshälfte unter das Volk gebracht. Besondere Vorsicht ist beim 50-Euro-Schein geboten. Diese Banknote wird nämlich am häufigsten gefälscht.

50.500 gefälschte Euro-Banknoten wurden allein in der ersten Hälfte dieses Jahres in der Bundesrepublik aus dem Verkehr gezogen – und es ist unwahrscheinlich, dass es sich dabei bereits um alle falschen Scheine handelt. Damit ist aktuell so viel Falschgeld wie noch nie im Umlauf, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die Bundesbank. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 hat sich die Anzahl der sogenannten „Blüten“ verdoppelt, auch in der zweiten Hälfte des Vorjahres wurden es noch 31 Prozent weniger eingezogen. Der Schaden ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um 400.000 Euro auf 2,2 Millionen Euro gestiegen.

Fast jede zweite Blüte war ein falscher 50-Euro-Schein

Besondere Vorsicht ist beim 50-Euro-Schein geboten, da dieser ausgesprochen häufig gefälscht wird. So handelte es sich bei 48 Prozent der eingezogenen Blüten um einen falschen Fünfziger. Dennoch wird es noch eine Weile dauern, bis es eine fälschungssichere Version des 50-Euro-Scheins gibt. Nachdem bereits überarbeitete 5- und 10-Euro-Noten mit neuen Sicherheitsmerkmalen in den Zahlungsverkehr Einzug gehalten haben, folgt ab Ende November zunächst die Auswechselung der 20-Euro-Noten Ende November. Der 50-Euro-Schein ist dann die nächste Euro-Note, die überarbeitet werden wird und zusätzliche Sicherheitsmerkmale erhält.

Falschgeld auch bei Banken

Nicht nur im Handel besteht die Gefahr, dass sich unter dem Wechselgeld eine gefälschte Banknote befindet. Auch beim Abheben vom Girokonto ist es in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass Geldautomaten Blüten ausgeworfen haben. Verbraucher sollten daher Geldscheine grundsätzlich gut prüfen. Besteht der Verdacht, dass es sich bei einer Banknote um Falschgeld handelt, muss die Polizei informiert werden. Einen Ersatz für die unechten Scheine gibt es zwar nicht. Doch wer Sie wissentlich weitergibt, macht sich strafbar.

Die Bundesbank empfiehlt, auf spezielle Sicherheitsmerkmale zu achten. Wenn der Schein gegen das Licht gehalten wird, sollte auf dem nicht bedruckten Teil ein Wasserzeichen zu sehen sein. Am oberen Rand ist der Schriftzug BDE ECB EZB EKT EKP fühlbar. Zudem findet sich auf jedem Geldschein der ersten Euro-Serie ein Hologramm. Dieses wechselt beim Kippen von Scheinen bis einschließlich 20 Euro zwischen dem Euro-Symbol und dem jeweiligen Wert und ab 50 Euro zwischen Architekturmotiv und Wert.

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