Noch fast 13 Milliarden D-Mark im Umlauf

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 04.01.2016

Nach Angaben der Bundesbank sind noch rund 12,9 Milliarden D-Mark im Umlauf. Den größten Teil macht dabei Münzgeld aus, von dem über die Hälfte noch nicht umgetauscht wurde. Neben vergessenen Geldreserven und Kleinbeträgen befinden sich auch größere Mengen Bargeld im Ausland und bei Sammlern.

Mehr als die Hälfte der Deutschen besitzt noch Bargeld in D-Mark. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, sind insgesamt rund 12,9 Milliarden D-Mark im Umlauf – der Großteil davon in Münzen. Das entspricht einem Wert von 6,6 Milliarden Euro.

Deutsche hängen an der D-Mark

Die Euro-Einführung liegt fast 14 Jahre zurück, doch noch immer sind 12,9 Milliarden D-Mark nicht zurück an die Bundesbank gegangen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 54 Prozent der Verbraucher an, noch Bargeld in der alten Währung zu besitzen. Auch die Zahlen der Bundesbank zeigen, dass viele Menschen sich noch nicht von den alten Münzen und Scheinen trennen wollen.

Die Bank teilt mit, dass im November 2015 noch rund 168 Millionen Scheine und sogar 24 Milliarden Münzen im Umlauf waren. Das bedeutet, dass 4 Prozent der Banknoten und 54 Prozent der Münzen noch nicht umgetauscht wurden. Der hohe Anteil an Münzgeld legt nahe, dass viele Bundesbürger ihre Markstücke schlicht vergessen haben oder wegen des geringen Werts einen Umtausch nicht für lohnend halten.

Bargeld auch im Ausland und bei Sammlern

Laut Bundesbank befinden sich aber auch größere Mengen an Bargeld im Ausland: In Jugoslawien und seinen Nachfolgestaaten sowie in Teilen Osteuropas war die D-Mark Zweitwährung. Außerdem nutzte man sie weltweit als Wertaufbewahrungs- und Transaktionsmittel. Doch auch das Bargeld, das sich in Deutschland befindet, wird zum Teil nicht so schnell zurück zur Bundesbank gelangen. Vielfach liegen die Münzen nämlich bei Sammlern – gerade Gedenkmünzen sind bei ihnen beliebt und bringen beim Verkauf ein Vielfaches ihres Umtauschwerts ein. Der Bankenverband vermutet aber auch, dass viele Sammler ihre Gedenkmünzen in den vergangenen Jahren eingeschmolzen haben, um von den hohen Silberpreisen zu profitieren.

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