Fehlerhafte Handbremsen: Tesla ruft Autos zurück

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2017

Probleme mit der Standbremse zwingen Tesla zur bisher größten Rückrufaktion in der Unternehmensgeschichte: Weltweit werden 53.000 Autos wegen eines möglichen Defekts der Handbremse zurückgerufen. Von dem Problem seien Wagen der Typen Model S und Model X betroffen, die zwischen Februar und Oktober 2016 gebaut worden sind. Schuld an den Mängeln ist laut Firmenaussage ein Zulieferer.

Nachdem Tesla zuletzt mit der Ankündigung einer lebenslangen Kfz-Versicherung für seine Kunden auf sich aufmerksam machte, ereilt den Elektroautobauer nun eine Rückrufwelle. Insgesamt 53.000 Autos vom Typ Model S und Model X seien von einem möglichen Defekt der Handbremse betroffen, teilte das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk am Donnerstag auf seiner Website mit. Für den notwendigen Austausch der Standbremsen wird ein Zulieferer verantwortlich gemacht.

Sicherheit der Kunden nicht gefährdet

Probleme mit der Handbremse sind der Auslöser für die Rückrufaktion beim US-Elektroautobauer Tesla. Am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, dass der Defekt zu einem Fehler beim elektrischen Parkbremssystem führen könne, bei dem sich die Bremse nicht löse. Zwar gehe man nicht davon aus, dass die Mängel die Sicherheit der Kunden gefährde. Sicherheitshalber müssten die Handbremsen der betroffenen Modelle jedoch ausgetauscht werden. Eine offizielle Rückruf-Mitteilung gehe in Kürze an die Autobesitzer.

Tesla betont, dass keine Meldungen über Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit den durch einen Zulieferer verschuldeten Mängeln vorlägen. Bei der Rückrufaktion handelt es sich demnach um eine freiwillige Maßnahme. Tatsächlich dürften laut Firmenaussage nämlich nur circa fünf Prozent der zwischen Februar und Oktober 2016 gebauten Modelle vom Typ Model S und Model X von dem Defekt betroffen sein. Der Austausch der Standbremse soll 45 Minuten in Anspruch nehmen.

Tesla-Aktie reagiert leicht negativ

Obwohl tatsächlich weit weniger als die 53.000 zurückgerufenen Wagen von dem Defekt betroffen sein sollen, reagierte die Aktie des Elektroautobauers mit einem leicht negativen Ausschlag und stand zuletzt mit gut einem Prozent im Minus. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 83.922 Autos gebaut. Bereits 2016 wurden in Amerika 27.00 Wagen des Typs Model X von Tesla in die Werkstätten zurückgerufen. Sollte es mit diesen Fahrzeugen zum Unfall kommen, könnten Sitze in der dritten Reihe des Wagens unerwartet nach vorne rutschen, begründete das Unternehmen damals die Rückrufaktion.

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Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel, Handelsblatt

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