Teurere Lebensmittel erhöhen die Inflation

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 14.08.2017

Die Inflationswerte für den Monat Juli wurden jetzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Das Ergebnis: Besonders Mietpreise sowie Lebensmittel wurden verteuert und haben so die Inflation in die Höhe getrieben. Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch verglichen mit dem Monat Juni liegt die Inflation um 0,1 Prozent höher. Damit zeigt sich seit Mai mit einer Teuerungsrate von 1,5 Prozent ein langsamer genereller Anstieg. Noch stärker war die Inflation mit zwei Prozent zuletzt im April.

Nettokaltmieten und die Preise für Lebensmittel sind deutlich angestiegen, was die Inflation begünstigt.

Das ist das Ergebnis der aktuell veröffentlichten Inflationswerte des Statistischen Bundesamts für den Monat Juli. Diese weisen eine Steigerung im Vergleich zu Juli 2016 auf.

Im Vormonat Juni war die Inflation noch um 0,1 Prozent geringer ausgefallen, im Mai 2017 insgesamt 0,2 Prozent weniger. Damit handelt es sich momentan um die höchsten Inflationswerte seit April.

Butter ist der Übeltäter

Insbesondere Lebensmittelpreise befeuern die Inflation. Spitzenreiter ist hierbei Butter, die um ganze 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verteuert wurde. Speisefette und -öle insgesamt stiegen um 29,2 Prozent. Aber auch Fisch und Fleisch trugen mit Preissteigerungen von 3,2 und 2,4 Prozent zu der Entwicklung bei.

Neben Nahrungsmitteln verzeichneten jedoch auch andere Bereiche einen spürbaren Preisanstieg. Pauschalreisen wurden um 4,3 Prozent teurer, die Nettokaltmieten stiegen im Schnitt um 1,8 Prozent.

Fast schon überraschend wirkt dagegen die Preisentwicklung im Energiesektor: Energie allgemein wurde nur um moderate 0,9 Prozent teurer. Als Preisdämpfer wirken vor allem der Sektor der Nachrichtenübermittlung mit -0,8 Prozent und Möbel, die sich ebenfalls im Bereich unter einem Prozent bewegen.

EZB verfehlt dennoch Teuerungsziel

Die Europäische Zentralbank (EZB) legt für den Euro-Raum nach wie vor eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent als Ziel vor. Dieser Anteil ist laut EZB ideal für eine gesunde Konjunkturentwicklung.

Die tatsächliche gesamteuropäische Inflation sprach zuletzt jedoch eine völlig andere Sprache: Mit 1,3 Prozent unterschreitet sie die Zielmarke der Europäischen Zentralbank deutlich.

Weitere Meldungen im Überblick

  • Nordkorea-Krise trifft Finanzmärkte: Die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea machen auch vor Aktien nicht halt. Der globale Börsenwert sank in den letzten Tagen um etwa eine Billion Dollar, der DAX fiel unter die 12.000 Punkte-Marke.
  • Opel lässt ebenfalls Diesel abwracken: Nach Ford, Daimler, BMW und anderen Autobauern kündigt nun auch Opel eine Abwrackprämie für Diesel der Abgasnorm 1 bis 4 an. Je nach Modell sollen Verbraucher 1.750 bis 7.000 Euro erhalten.

Quellen: Spiegel.de, Zeit.de

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