FinanceScout24-Kreditstudie: Wie finanzieren die Deutschen?

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 19.02.2015

Während Sparer und Anleger aufgrund der mageren Verzinsung ihres Kapitals regelrecht in Anlagenotstand geraten, bieten sich für Kreditnehmer seit Monaten noch nie dagewesene Perspektiven. FinanceScout24 wollte es genauer wissen und hat für die FinanceScout24-Kreditstudie die letzten 3.000 Kreditanfragen aus dem vergangenen Jahr ausgewertet.

Der typische Kreditnehmer in Deutschland nimmt einen Kredit in Höhe von 11.810 Euro auf, ist männlich, verheiratet und lebt in einem 2,3-Personen-Haushalt. Dies ist nur ein Ergebnis der aktuellen FinanceScout24-Kreditstudie, bei der die letzten 3.000 Kreditanfragen aus dem vergangenen Jahr ausgewertet wurden. Auch durchschnittliche Kredithöhen, häufige Verwendungszwecke und die regionale Verteilung von Kreditanträgen in Deutschland stellt die Studie dar.

Kreditnehmer

Sparsame Bremer, pompöse Hessen

Spitzenreiter bei der Kreditaufnahme sind die Hessen: Mit knapp 13.308 Euro werden hier die höchsten Darlehen in Anspruch genommen. Wesentlich sparsamer sind dagegen die Bremer, die mit „nur“ 8.807 Euro die niedrigsten Finanzierungsbeträge der Republik beantragten. Am beliebtesten ist dabei in Deutschland die Kreditaufnahme für die Anschaffung eines Gebrauchtwagens: 34 Prozent der beantragten Darlehen werden hierfür genutzt. An zweiter Stelle der Gründe für eine Kreditaufnahme steht die Modernisierung der eigenen vier Wände (19 Prozent). Platz drei nimmt die Ablösung eines anderen Kredits ein: Eine Umschuldung ist dabei fast genauso oft der Grund (17 Prozent) wie der Ausgleich eines negativen Girokontos (16 Prozent). Die Verbraucher profitieren so von den aktuell niedrigen Zinsen, statt höhere Kredit- oder Dispozinsen zurückzahlen zu müssen.

Anzahl der Krediterträge nach Aufnahmegrund

Männer nehmen höhere Kredite auf als Frauen

Der durchschnittliche Kredit beträgt bei Männern sogar 12.660 Euro, bei Frauen liegt er hingegen nur bei 9.600 Euro. Ebenfalls auffällig ist das Kreditverhalten von verheirateten Paaren: Diese tendieren prinzipiell dazu einen höheren Kredit aufzunehmen. Ein Grund hierfür lässt sich in der potentiell besseren Bonität finden, da mit dem Ehepartner ein zweiter Kreditnehmer zur Verfügung steht. Zusätzlich lässt sich feststellen, dass mit steigender Personenanzahl im Haushalt auch die Kredithöhe zunimmt.

Alle Ergebnisse und Graphen finden Sie in der FinanceScout24-Kreditstudie.

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