Finanzministerium unterstützt Flüchtlings-Spenden

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 30.09.2015

Das Spenden für Flüchtlinge soll einfacher werden: Wer helfen möchte, kann die Geldzuwendung laut Finanzministerium nun leichter von der Steuer absetzen. Damit soll die Spendenbereitschaft der Deutschen gesteigert werden. Außerdem dürfen alle gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Organisationen unabhängig von ihrem Zweck Spenden für Flüchtlinge sammeln.

Das Finanzministerium möchte in Zukunft das Spenden für Flüchtlinge attraktiver machen. Wer finanziell helfen möchte, erhält künftig steuerliche Erleichterungen. Außerdem soll Bürokratie abgebaut werden, um so eine unkomplizierte Spende zu ermöglichen. Das Finanzministerium lobte in einer Pressemitteilung die beeindruckende Spendenbereitschaft der Deutschen und bezeichnete die Versorgung von Flüchtlingen als „gesamtstaatliche Herausforderung“.

Vereinfachtes Verfahren bei Spenden für Flüchtlinge

Üblicherweise gilt ein sogenannter vereinfachter Steuerabzug nur für Spenden unter 200 Euro. Für höhere Geldzuwendungen muss der Spender eine Quittung anfordern, die er mit der Steuererklärung einreicht. Bei Spenden für Flüchtlinge gilt nun aber unabhängig von der Spendenhöhe der vereinfachte Abzug. Das bedeutet, dass als Nachweis künftig ein Buchungsbeleg genügt – zum Beispiel ein Kontoauszug. Allerdings muss dann im Verwendungszweck der Begriff „Spende“ erscheinen. Dadurch wird nicht nur den Spendern Aufwand abgenommen, sondern auch die Hilfsorganisationen werden entlastet, indem sie sich nicht mit dem Ausstellen von Spendenquittungen aufhalten müssen.

Alle Organisationen und Arbeitgeber können sich beteiligen

Zusätzlich können nun alle Organisationen Spenden für Flüchtlinge sammeln, unabhängig davon, ob sie sonst in der Flüchtlingshilfe tätig sind und ob es sich um gemeinnützige oder nicht gemeinnützige Organisationen handelt. Bei hohen Spendenaufkommen wird diese Praxis immer wieder vom Finanzministerium angewendet, so zum Beispiel auch anlässlich der Erdbebenkatastrophe in Nepal. Arbeitgeber können sich ebenfalls beteiligen: Wenn ihre Angestellten mit einer Arbeitslohnspende auf einen Teil ihres Gehalts verzichten möchten, kann die gespendete Summe vom steuerpflichtigen Lohn abgezogen werden. Der Arbeitgeber übernimmt in diesem Fall die Überweisung an eine Hilfsorganisation. Außerdem werden Schenkungen zugunsten der Hilfe für Flüchtlinge von der Schenkungssteuer befreit.

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