Frührente: So gleichen Rentner die Abschläge aus

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 11.06.2018

Wer frühzeitig in den Ruhestand geht, muss in der Regel mit finanziellen Einbußen rechnen. Wenn Frührentner allerdings frühzeitig planen, können sie die Abschläge bei der gesetzlichen Rente ausgleichen. Das geht etwa durch freiwillige Einzahlungen oder auch die private Vorsorge.

Im ersten Schritt sollten Frührentner ermitteln, wie hoch die Abschläge auf die gesetzliche Rente überhaupt ausfallen. Für jeden Monat des vorzeitigen Ruhestands zieht der Gesetzgeber 0,3 Prozent der Rentenzahlung ab. Einkalkuliert werden muss dabei aber auch, dass durch die Frührente ein Verdienstausfall entsteht. Wer beispielsweise 50.000 Euro pro Jahr verdient und drei Jahre früher als geplant in Rente geht, verzichtet auf 150.000 Euro Gehalt.

Kapital aufbauen – privat oder in der Rentenkasse

Beim Thema Kapitalaufbau gilt: Je früher damit begonnen wird, desto überproportional höher sind die späteren Erträge. Gut geeignet für den privaten Ausgleich der Frührente sind sogenannte ETF. Sie streuen das Kapital von Anlegern breit und sind dabei vergleichsweise kostengünstig. Schon monatliche Raten von 100 bis 200 Euro können über Jahre hinweg zu einem beachtlichen Vermögen anwachsen. Das Risiko von Kapitalverlusten ist aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts vergleichsweise gering. Unerfahrene Anleger sollten sich unter Umständen dennoch fachkundige Beratung einholen.

Alternativ oder zusätzlich dazu können künftige Frührentner zusätzlich in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Auch hier reichen unter Umständen niedrige, dreistellige Beträge pro Monat aus, um im Alter trotz Frühberentung die vollen Bezüge zu erhalten.

Hinzuverdienst möglich

Die Frührente kann auch schrittweise vollzogen werden. Dann erhalten Rentner schon Rentenzahlungen, arbeiten aber trotzdem noch weiter. Hierbei gilt es allerdings, beim sogenannten Hinzuverdienst aufzupassen. Bei Überschreitung bestimmter Verdienstgrenzen wird nämlich die Rente gekürzt. Grundsätzlich dürfen Frührentner pro Jahr 6.300 Euro anrechnungsfrei hinzuverdienen. Alles, was darüber hinaus geht, wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.

Quelle: Focus

Einmal monatlich Spartipps und News:

Newsletter abonnieren und gratis PDF erhalten!