Frugalisten: Sparsam leben für die "Frührente extrem"

Autor: FinanceScout24 - Veröffentlicht am 20.02.2019

Früh finanziell so unabhängig zu sein, dass die Rente mit 40, 35 oder sogar 30 Jahren möglich wird – dieses Ziel verfolgt die neue Bewegung der so genannten „Frugalisten“. Das Konzept beinhaltet rigorose Sparsamkeit, aber auch intelligente Investition.

Der fade Beigeschmack: Natürlich fällt es einigen Arbeitnehmern deutlich leichter, den benötigten Geldbetrag für die extreme Frührente beiseite zu legen. Auch ist nicht jeder zum Verzicht im Alltag bereit, der dafür erforderlich wird.

Maximal vier Prozent der Ersparnisse zum Lebensunterhalt

Mit 40, 35 oder sogar 30 Jahren in Rente gehen: Was wie ein unrealistischer Traum klingt, ist für den so genannten Frugalisten das Ziel. Die Bewegung möchte in möglichst kurzer Zeit etwa das 25-fache ihrer durchschnittlichen, jährlichen Ausgaben ansparen und anschließend davon leben können, ohne weiterhin zu arbeiten.

Was im ersten Moment seltsam klingt, ist vor allem dann tatsächlich möglich, wenn nicht allzu viel Geld zum Leben benötigt wird. Wer beispielsweise mit 5.000 Euro jährlich auskommt, muss rund 198.000 Euro für die Frührente ansparen. Neben dem monatlichen Sparen und der Entnahme von maximal vier Prozent für den Lebensunterhalt spielt die richtige Geldanlage eine Rolle. Beispielsweise setzen viele Frugalisten auf die intelligente Investition in Aktien und planen die voraussichtliche Dividende ein.

Hindernis: Nicht jeder kann den notwendigen Betrag beiseitelegen

Nun kommt das große Aber hinter der neuen Bewegung: Bei weitem nicht jeder Arbeitnehmer kann es sich erlauben, den notwendigen Betrag zurückzulegen, den er für die extreme Frührente benötigen würde. Denn die meisten Frugalisten stammen bereits aus gutem Hause, verfügen von Anfang an über ein gewisses Eigenkapital und/oder haben einen sehr gut bezahlten Job.

Auch sind die Lebenshaltungskosten von Ort zu Ort unterschiedlich. Wer monatlich mit rund 240 Euro Warmmiete auskommt, wie ein Beispiel aus Großbritannien zeigt, kann natürlich mehr Geld beiseitelegen als ein Mieter, der 450 Euro zahlt. Ersteres ist in Deutschland recht unrealistisch, wenn der Wohnraum nicht extrem begrenzt ist oder in eher unattraktiven Gegenden liegt. Weiterhin leben viele Frugalisten von rund 3,50 Euro Lebensmittelkosten täglich. Das klingt nach reichlich Verzicht im Alltag. Ob sich dies für die „Frührente extrem“ lohnt, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Quelle: focus.de

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